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In den Industrieländern gehören Herz- und Kreislauferkrankungen zu den häufigsten Todesursachen. Die Koronare Herzkrankheit gehört ebenfalls dazu. Oft ist diese bereits so ...

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Informationen zum Bereich Bypass-Operation

In den Industrieländern gehören Herz- und Kreislauferkrankungen zu den häufigsten Todesursachen. Die Koronare Herzkrankheit gehört ebenfalls dazu. Oft ist diese bereits so weit fortgeschritten, dass eine medikamentöse Behandlung oder eine Ballondilatation der verengten Gefäße nicht mehr in Frage kommen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn alle großen Herzkranzgefäße verengt sind, insbesondere nach einem Herzinfarkt. In solchen Fällen können die verengten Stellen durch das Einsetzen gesunder Blutgefäße überbrückt werden.

Die Bypass-Operation wird in Vollnarkose mit Hilfe einer Herz-Lungen-Maschine durchgeführt. Als Überbrückungsgefäß wird entweder die Brustwandarterie (wegen ihrer räumlichen Nähe) oder die Beinvene genommen.

Was sind die Ursachen für die Bypass-Operation?

Die Bypass-Operation ist einer der häufigsten Eingriffe zur Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen. Sie wird in den fortgeschrittenen Stadien der Erkrankungen wie periphere arterielle Verschlusskrankheit, Koronare Herzkrankheit, Aneurysma oder nach einem Herzinfarkt durchgeführt.

Was sind die Diagnoseverfahren?

Wann eine Bypass-Operation die sinnvollste Therapieoption ist, hängt in erster Linie von der Art der Grunderkrankung ab. Eine Entscheidung über den Eingriff kann nur der behandelnde Arzt in Anbetracht der Schwere der Erkrankung und der Risiken für den Patienten fällen.

Wie wird die Bypass-Operation durchgeführt?

Zuerst öffnet ein Chirurg den Brustkorb, gleichzeitig legt ein weiterer die Brustwandarterie frei oder entnimmt die Beinvene. Die Herz-Lungen-Maschine wird angeschlossen und das Herz stillgelegt. Die Bypassgefässe (Überbrückungsgefäße) und die Herzkranzgefäße werden miteinander vernäht. Je nach der Anzahl der Engstellen, können drei bis vier Bypässe verlegt werden. Anschließend entfernt der Arzt die Herz-Lungen-Maschine und verschließt den Brustkorb. Die gesamte Operation dauert in der Regel zwei bis drei Stunden. In manchen Fällen, z.B. bei besonders geschwächten Patienten, kann die Operation auch am schlagenden Herzen ohne die Verwendung der Herz-Lungen-Maschine  durchgeführt werden.

Die ersten zwei bis drei Tage nach der Operation verbringt der Patient auf einer Intensivstation. In dieser Zeit wird die Gefahr eines zu niedrigen Herzschlages mit Hilfe eines Herzschrittmachers minimiert. Treten in dieser Zeit keine Komplikationen auf, wird der Patient auf eine Normalstation verlegt, wo er noch bis zu drei Wochen überwacht wird.

Wie sind die Prognosen nach einer Bypass-Operation?

Die Bypass-Operation zählt zu den häufigsten Eingriffen am Herzen und kann auch bei Patienten im hohen Alter durchgeführt werden.  Die Schwere der Operation und die Operationsrisiken dürfen jedoch nicht unterschätzt werden. Die Verlegung eines Bypasses ist für jeden Patienten ein sehr belastender Eingriff, nach dem der Patient mehrere Wochen geschwächt ist. Um den Rehabilitationsprozess zu beschleunigen wird es bereits wenige Stunden nach der Operation mit der Krankengymnastik begonnen.

Für den guten Verlauf der Operation ist es entscheidend, wie vorbelastet das Herz durch vorausgegangene Infarkte ist. In zwei bis fünf Prozent der Fälle kann ein Herzinfarkt während des Eingriffes eintreten. In diesem Fall, ist es aber viel eher mit einem guten Verlauf zu rechnen, da ein solcher Herzinfarkt noch während der Operation schnell behandelt werden kann.

Für eine gute Prognose nach der Operation ist eine gesunde Lebensweise entscheidend. Viel Bewegung, gesunde Ernährung und der Verzicht auf Risikofaktoren wie Nikotin und Alkohol sind die besten Begleiter auf dem Weg zu einer langfristigen Genesung.

Quellen:

Herold, Gerd: Innere Medizin. Köln, Eigenverlag 2012.

Arasteh, K. ; Baenkler, H.-W. ;  Bieber, C. ; et al.: Innere Medizin. Stuttgart, Georg Thieme Verlag KG 2009.


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