Schlafmedizin: Fachärzte für Schlafmedizin und Schlafkliniken in Deutschland

spezialisierte Ärzte und medizinische Zentren für Schlafmedizin

INFORMATIONEN ZUM FACHBEREICH Schlafmedizin

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INFORMATIONEN ZUM FACHBEREICH Schlafmedizin

Sie suchen einen erfahrenen Facharzt für Schlafmedizin? Hier finden Sie ausschließlich Schlafspezialisten, Kliniken und Schlafzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Oder informieren Sie sich über Schlafstörungen und Behandlungsmethoden von Schlafmedizinern.

Was ist Schlafmedizin?

Die Schlafmedizin beschäftigt sich mit der Diagnostik, Therapie und Prävention von Schlafstörungen. Das Forschungsgebiet der Schlafmedizin ist die Somnologie. Die Schlafmedizin wird in Deutschland durch die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) repräsentiert. Schlaflabore, die den Anforderungen der DGSM genügen, werden von dieser akkreditiert.

Welche Krankheiten und Schlafstörungen werden durch Schlafmediziner diagnostiziert und behandelt?

Nach der ICD-10 Klassifikation werden Schlafstörungen in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Zu der Gruppe „Nicht-organische Schlafstörungen“ gehören psychisch und emotional bedingte Schlafstörungen wie Schlafwandeln oder Albträume. In die Gruppe der „organisch Ursprung von Schlafstörungen“ zählen unter anderem die Narkolepsie, das Kleine-Levin-Syndrom, die schlafbezogenen Atmungsstörungen und das Restless-Leg-Syndrom. Eine dritte Gruppe bilden die pädiatrischen Schlafstörungen, also eine Krankheitsgruppe auf Kinder bezogen.

Schlafmediziner bedienen sich einer weiteren Klassifikation, nämlich der ICSD-3 (International Classification of Sleep Disorders), welche Schlafstörungen in sieben Hauptgruppen einteilt:

  • Insomnie
  • Schlafbezogene Atmungsstörungen
  • Störungen mit übermäßiger Tagesschläfrigkeit
  • Gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus (Zirkadianer Rhythmus)
  • Parasomnien
  • Schlafbezogene Bewegungsstörungen
  • Sonstige Schlafstörungen

Wann zum Schlafmediziner?

Wie viel Schlaf ist normal? Diese Frage stellen sich oft Schlafgestörte. Im Folgenden sind die Durchschnittswerte von Menschen in Mitteleuropa:

  • Schlafdauer: 5-9h
  • Einschlafdauer: 1-20min
  • Tiefschlafanteil: 20%
  • REM-Schlafanteil: 20%

Die Dauer des Schlafens ist nur von Bedeutung, wenn sich die betroffene Person danach nicht erholt fühlt. Bei weniger als fünf Stunden spricht man von einer Insomnie, bei mehr als neun Stunden von einer Hypersomnie.

Insgesamt gibt es zwei große Beschwerdebilder, die Schlafgestörte dazu anregen, einen Arzt aufzusuchen: Zum einen Beschwerden, die den Schlaf selber betreffen und zum anderen Beschwerden tagsüber, die durch Schlafstörung verursacht werden, wie z.B. Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Nervosität.

Bei Schlafproblemen und damit verbundenen Symptomen sollte in erster Instanz der Hausarzt zu Rate gezogen werden. Dieser wird in einem intensiven Arzt-Patienten-Gespräch die Lebensumstände des Betroffenen klären. Darunter fallen:

  • Schlafgewohnheiten
  • Schlafort
  • Mögliche Störungsquellen
  • Ernährungsweise und –zustand
  • Soziale, finanzielle und familiäre Situation
  • Vorerkrankungen
  • Medikamenteneinnahme
  • Alkohol- und Nikotingebrauch

Anschließend führt der Hausarzt eine klinische Untersuchung durch, bei der die körperlichen Funktionen des Betroffenen grob getestet werden. Außerdem kann gegebenenfalls eine Blutuntersuchung angeordnet werden, bei der verschiedene Blutparameter gemessen werden, die Hinweise auf eine organische Ursache der Schlafstörungen geben können. Anhand dieser Informationen entscheidet der Hausarzt dann, ob eine Überweisung ins Schlaflabor sinnvoll ist.

Was passiert im Schlaflabor?

Das Schlaflabor gibt Ärzten die Möglichkeit die Schlafbeschwerden der Patienten zu messen und zu quantifizieren. Dort werden Tages- und Nachtschlaf, Müdigkeit, Atmungsstörungen, motorische Störungen und neurologische Störungen gemessen. Eine Überweisung ins Schlaflabor erfolgt dann, wenn ambulante Möglichkeiten der Diagnostik ausgeschöpft sind.

In den meisten Fällen müssen Patienten ein bis zwei Tage und Nächte im Schlaflabor verbringen. Das Kernstück des Schlaflabors ist die Polysomnographie. Hierbei werden nachts verschiedene physische Parameter gemessen, die einen Rückschluss auf die vier Schlafphasen geben. Dafür werden Elektroden angebracht, die den Herzschlag, die Hirnaktivität, Muskelaktivität und Augenbewegung aufnehmen. Außerdem wird ein Pulsoxymeter am Finger abgebracht, der per Lichtsignal kontinuierlich die Sauerstoffsättigung des Blutes misst.

Ein Mikrofon wird verwendet um etwaige Schnarch- oder Atemgeräusche aufzuzeichnen. Kleine „Atmungsfühler“ werden vor die Nasenlöcher und den Mund platziert, die den Atemfluss messen. Auch tagsüber werden Messungen durchgeführt, beispielsweise wird die Wachheit und Reaktionsfähigkeit getestet, aber auch die körperliche und geistige Aktivität.

Welche Fachärzte sind Spezialisten für Schlafmedizin?

Obwohl die Schlafmedizin wissenschaftlich in Deutschland als auch international gut etabliert ist, fehlt sie als eigenständiges Fach in der medizinischen Ausbildung. Daher gibt es noch keinen Facharzt für Schlafmedizin. Die GDSM erteilt Ärzten mit nachgewiesenen Spezialkenntnissen jedoch einen „Qualitätsnachweis Somnologie“. Bei diesen Ärzten handelt sich meistens um Internisten, Neurologen und Psychiater. Die erste Anlaufstelle für Betroffene ist aber oft der Hausarzt, der die Störung nach ICD-10-Klassifikation diagnostiziert und gegebenenfalls zur weiteren Behandlung in ein Schlaflabor oder Schlafzentrum überweist.

Quellen:

Sateia, M.J., 2014. International Classification of Sleep Disorders-Third Edition. Chest 146, 1387–1394. https://doi.org/10.1378/chest.14-0970

Crönlein, T., 2015. Schlafmedizin 1x1. Praxisorientiertes Basiswissen. Springer. ISBN 978-3-662-49789-0


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