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Informationen zum Bereich Vorhofseptumdefekt (ASD)

Der Vorhofseptumdefekt (ASD: Atrium-Septum-Defekt) gehört zu den häufigsten angeborenen Herzerkrankungen. Dieser Defekt besteht aus einem nicht verschlossenen Loch zwischen den beiden Herzvorhöfen.

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Informationen zum Bereich Vorhofseptumdefekt (ASD)

Der Vorhofseptumdefekt (ASD: Atrium-Septum-Defekt) gehört zu den häufigsten angeborenen Herzerkrankungen. Dieser Defekt besteht aus einem nicht verschlossenen Loch zwischen den beiden Herzvorhöfen.

Da im linken Herzen (linker Vorhof und Kammer) ein deutlich höherer Druck herrscht (Körperkreislauf) als im rechten Herzen (rechter Vorhof und Kammer versorgen den Lungenkreislauf) kann es durch den Vorhofseptumdefekt zu einer deutlichen Volumenbelastung des rechten Herzens kommen.

Meist fällt dieser Defekt nur zufällig auf und kann bis ins frühe Erwachsenenalter unentdeckt bleiben. Ist der Defekt jedoch groß, können sich auch schon früher Zeichen der Herzüberlastung zeigen.

Dazu gehören eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Herzrhythmusstörungen und hoher Blutdruck in den Lungengefäßen.

Wird der Vorhofseptumdefekt nicht oder zu spät verschlossen, kann dies gravierende Folgen haben.

Was sind die Gründe für einen Vorhofseptumdefekt-Verschluss?

Der Lage nach kann man drei Arten von Vorhofseptumdefekten unterscheiden. Mit 80% am häufigsten ist ein Defekt in der Mitte der Herzscheidewand, auch ASD Typ II genannt. Dieser lässt sich oftmals leicht durch einen interventionellen Kathetereingriff, ohne große Operation beheben.

Der ASD Typ I liegt in der unteren Scheidewand. Hier sind meist auch die Herzklappen mitbetroffen, was eine richtige Operation nötig macht.

Der dritte Vorhofseptumdefekt liegt im Bereich der oberen Scheidewand, dort wo die große Hohlvene einmündet. Man nennt diese auch Sinus venosus und den Defekt dementsprechend ASD vom Sinus-venosus-Typ. Auch hier ist eine Operation unumgänglich.

Tritt ein Vorhofseptumdefekt ohne andere Fehlbildungen im Herzen auf, entscheidet rein die Größe des Defekts und die Volumenbelastung über die Notwendigkeit einer Behandlung.

Kleinste Defekte benötigen teilweise keine Behandlung, wohingegen bei größeren Volumenbelastungen im Vorschulalter eine Operation stattfinden sollte. Spätestens sollte der Ventrikelseptumdefekt dann im jungen Erwachsenenalter behoben sein, um Spätfolgen zu verhindern.

Wie wird der Vorhofseptumdefekt-Verschluss durchgeführt?

Wichtig um die Größe, genaue Lage und Schwere des Ventrikelseptumdefekts zu identifizieren sind verschiedene Voruntersuchungen. Dazu zählen unter anderem EKG und Herzultraschall (Echokardiografie).

In manchen Fällen ist auch eine Herzkatheter-Untersuchung notwendig um die genaue Volumenbelastung feststellen zu können.

Liegt ein ASD Typ II vor, kann dieser meist durch ein minimal-invasives Katheterverfahren verschlossen werden. Hierbei schiebt der Herzchirurg / Kardiologe einen dünnen Schlauch über die Leistenvene bis zum linken Vorhof. An dessen Spitze befindet sich ein Doppelschirmchen, welches bei Entfaltung den Defekt verschließt. Dieser Eingriff dauert rund 1-2 Stunden und ist nur wenig belastend. Nach 1-2 Tagen kann das Krankenhaus bereits wieder verlassen werden.

Liegt der Ventrikelseptumdefekt zu nah am Rand des Septums oder handelt es sich um einen ASD Typ I oder Typ Sinus-venosus, muss der Herzchirurg den Brustkorb eröffnen um einen sicheren Verschluss des Defekts zu garantieren. Diese Operation dauert etwas länger und benötigt den Anschluss einer Herz-Lungen-Maschine.

Der Herzchirurg kann den Defekt entweder direkt nähen oder mit eigenem Herzbeutelgewebe decken.

Nach der Operation dauert es ca. eine Woche bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus und mehrere Wochen bis der Brustkorb wieder verheilt und belastbar ist.

Wie sind die Prognosen nach einem Vorhofseptumdefekt-Verschluss?

Der Vorhofsteptumdefekt-Verschluss ist ein Routine-Eingriff im Bereich der Herzchirurgie und bietet Patienten mit angeborenem Ventrikelseptumdefekt hervorragende Therapiemöglichkeiten, sei es durch ein interventionelles Katheter-Verfahren oder durch eine Operation.

Durch diese Behandlung können Sie spätere Herzschäden verhindern.

Auch bei Verwendung des Doppelschirmchens ist keine dauerhafte Blutverdünnung notwendig, da das fremde Material mit der Zeit von eigener Herzinnenhaut überwachsen wird.

Wichtig ist eine Endokarditisprophylaxe (Herzmuskelentzündung) für 6 Monate und später in bestimmten Fällen (z.B. bei Knochenbruch) damit sich keine gefährlichen Erreger im Herzen ansiedeln können.

Sollten Sie weitere Fragen bezüglich der Möglichkeiten des Vorhofseptumdefekt-Verschlusses haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Spezialisten für Herzchirurgie.

 

Quellen:

http://www.herzstiftung.de/pdf/Herzfehler-ASD.pdf

Herold, Gerd: Innere Medizin. Köln, Eigenverlag 2012.

Henne-Bruns, Doris; Barth, Harald (2012): Chirurgie. 4., aktualis. Aufl. Stuttgart [u.a]: Thieme (Thieme Electronic Book Library).

Arasteh, K. ; Baenkler, H.-W. ;  Bieber, C. ; et al.: Innere Medizin. Stuttgart, Georg Thieme Verlag KG 2009.


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