Robotische Pankreaschirurgie

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Informationen zum Bereich Robotische Pankreaschirurgie

Was ist robotische Pankreaschirurgie und wie funktioniert das Robotersystem?

Die Bauchspeicheldrüse, im Medizinischen als Pankreas bezeichnet, liegt im linken Oberbauch und erfüllt wichtige Aufgaben. Dazu gehört zum einen die Produktion von Verdauungsenzymen, zum anderen die Regulierung des Blutzuckerspiegels. Sowohl gut- als auch bösartige Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse können einen operativen Eingriff notwendig machen. 

In der robotischen Pankreaschirurgie kommt dabei ein spezieller Operationsroboter zum Einsatz. Dieser verfügt über verschiedene Arme zum Führen der Operationsinstrumente, die über eine Art Joystick vom jeweiligen Operateur bedient werden können. Eine am Roboter befindliche Kamera gibt einen dreidimensionalen Überblick über das Operationsgebiet, sodass dieses besonders gut eingesehen werden kann. Die verschiedenen Roboterarme haben einen großen Bewegungsradius, sodass präzise operative Schritte möglich sind.

Neben der klassischen offenen Operation mit großem Hautschnitt und der Spiegelungsoperation (Laparoskopie) spielen Robotersysteme eine zunehmend wichtige Rolle in der Pankreaschirurgie

Für wen kommt eine robotische Pankreasoperation infrage?

Die Frage, ob eine robotische Pankreasoperation in einem Fall möglich ist, muss immer individuell beantwortet werden. Dazu muss nicht nur das jeweilige Krankheitsbild berücksichtigt werden, sondern beispielsweise auch der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten sowie die jeweilige technische Ausstattung und Erfahrung des Operationsteams. 

Welche Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse können robotisch durchgeführt werden?

Grundsätzlich können verschiedene gut- und bösartige Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse mithilfe eines Operationsroboters behandelt werden. Dazu gehören beispielsweise die teilweise Entfernung des Organs bei Bauchspeicheldrüsenkrebs oder die Entfernung gutartiger Tumoren oder Zysten. 

Wie läuft eine robotisch assistierte Pankreasoperation ab?

Robotisch assistierte Operationen im Bereich der Bauchspeicheldrüse werden in der Regel in Vollnarkose und im Rahmen eines stationären Aufenthaltes durchgeführt. Der Patient wird während des Eingriffes auf dem Rücken gelagert. Über verschiedene kleine Hautschnitte werden die unterschiedlichen Operationsinstrumente, die sich an den Armen des Roboters befinden, in den Bauchraum eingeführt. Daneben wird auch eine Kamera eingeführt. 

Der Operateur befindet sich während des Eingriffes nicht im unmittelbaren Patientenumfeld, sondern an einer speziellen Konsole. Über diese erhält er eine dreidimensionale Sicht auf das Operationsgebiet und kann mithilfe verschiedener Regler die Operationsinstrumente bedienen. Die einzelnen OP-Schritte hängen dann stark vom jeweiligen Eingriff ab.

Nach der Operation werden die Instrumente bzw. die Roboterarme wieder aus dem Bauchraum des Patienten entfernt und die Schnitte vernäht. Die Narkose wird beendet und die Patienten werden zur weiteren Überwachung in den Aufwachraum gebracht. Der postoperative Verlauf sowie die Dauer des stationären Aufenthalts hängen von der Art des Eingriffes ab. 

Robotisch, laparoskopisch oder offen – welche Unterschiede gibt es?

Das klassische Verfahren in der Pankreaschirurgie ist die offene Operation. Dabei wird meist ein quer verlaufender, relativ langer Schnitt im Oberbauch gemacht. Anschließend wird das Operationsgebiet eröffnet und die Bauchspeicheldrüse sowie die umliegenden Strukturen direkt dargestellt. Alle Operationsschritte werden unter direkter Sicht des Operateurs durchgeführt. 

Zu den minimal-invasiven Eingriffen gehört neben dem robotischen Verfahren die sogenannte Laparoskopie. Dabei wird auf einen großen Schnitt sowie die direkte Darstellung des gesamten Operationsgebietes verzichtet. Stattdessen werden über verschiedene kleine Schnitte eine Kamera sowie verschiedene Operationsinstrumente eingeführt. Diese befinden sich an längeren Stäben, die jeweils von außen bewegt werden können, um die einzelnen Schritte des Eingriffs durchführen zu können. 

Das robotisch-assistierte Verfahren ähnelt dem laparoskopischen Vorgehen. Auch hier werden die Operationsinstrumente über kleine Schnitte in den Bauchraum eingebracht. Diese befinden sich aber nicht an einzelnen, starren Stäben, sondern den verschiedenen Armen des Roboters. Zudem bedient der Operateur die Instrumente indirekt über eine Konsole und hat über diese auch die Möglichkeit, das Operationsgebiet dreidimensional zu betrachten. 

Welche Vorteile, Grenzen und Risiken hat die robotische Pankreaschirurgie?

Robotische Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse zählen zu den minimal-invasiven Verfahren, wodurch auf größere Hautschnitte verzichtet werden kann. Somit ist die Wundheilung nach dem Eingriff oft schneller und die Mobilisation des Patienten kann in vielen Fällen früher erfolgen als nach einer offenen Operation. Somit wird zudem das Risiko für Wundheilungsstörungen oder überschießende Narbenbildung reduziert. 

Gegenüber einem laparoskopischen Eingriff bietet die Robotik den Vorteil, dass das Operationsgebiet besser und in 3D dargestellt werden kann. Zudem verfügen die Roboterarme über einen großen Bewegungsradius sowie eine genaue Steuerung, sodass sehr präzise Operationsschritte durchgeführt werden können. 

Als Nachteil robotisch-assistierter Operationen muss angeführt werden, dass die dafür notwendige technische Ausstattung sehr teuer ist. Zudem verlangt das Verfahren eine hohe Expertise vom jeweiligen Operateur ab. Sehr komplexe Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse werden aktuell meist im Rahmen eines offenen Eingriffes behandelt, da so das Operationsgebiet direkt betrachtet und auf sich ergebende Befunde schnell reagiert werden kann. 

Da es sich um ein noch relativ neues Verfahren handelt, ist die Studienlage bezüglich eines langfristigen Vorteils robotischer Operationen noch nicht ausreichend. Es bleibt daher in den nächsten Jahren abzuwarten, ob die Technik in Zukunft auch bei weiteren Krankheitsbildern der Bauchspeicheldrüse eingesetzt werden kann.

Welche Ärzte und Kliniken sind Spezialisten für robotische Pankreaschirurgie?

Spezialisiert auf Roboter-assistierte Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse sind Fachärzte für Allgemein- und Viszeralchirurgie mit einer Spezialisierung im Bereich Pankreaschirurgie, die über langjährige Erfahrung in der Handhabung eines Operationsroboters verfügen. Sie sind die kompetentesten Ansprechpartner zu allen Fragen rund um die verschiedenen Eingriffe im Bereich des Pankreas. 

Wer sich einer Operation an der Bauchspeicheldrüse unterziehen muss, wird vor die schwierige Aufgabe gestellt, einen passenden Behandler mit hoher Fachexpertise zu finden. Wir möchten Patienten an dieser Stelle unterstützen und einen Kontakt zu hocherfahrenen und spezialisierten Ärzten und Kliniken herstellen. Daher haben wir sämtliche hier gelisteten Fachärzte sorgfältig überprüft und hinsichtlich ihrer Kompetenz auf dem Gebiet der robotischen Pankreaschirurgie ausgewählt. Überzeugen Sie sich gerne persönlich von der Expertise unserer Spezialisten und vereinbaren Sie direkt ein erstes individuelles Beratungsgespräch. 

Quellen: