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Informationen zum Bereich Biliopankreatische Diversion mit Duodenalswitch

Bei der Biliopankreatischen Diversion (BPD) mit Duodenalswitch werden die Wege des Nahrungsbreis stark verändert, sodass die schwer Übergewichtigen meist sehr effektiv Gewicht ...

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Informationen zum Bereich Biliopankreatische Diversion mit Duodenalswitch

Bei der Biliopankreatischen Diversion (BPD) mit Duodenalswitch werden die Wege des Nahrungsbreis stark verändert, sodass die schwer Übergewichtigen meist sehr effektiv Gewicht reduzieren können. Übergewicht und Fettleibigkeit ist ein weltweit immer weiter zunehmendes gesundheitliches Problem. Starkes Übergewicht verursacht viele Folgeerkrankungen wie Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Gallensteine, bestimmte Krebsarten oder Gelenkerkrankungen. Die Lebenserwartung von Fettleibigen ist um 5-20 Jahre geringer als bei Normalgewichtigen. Die BPD ist ein Eingriff der Adipositaschirurgie, ein Zweig der Bauchchirurgie. Etwa 1% der adiopositaschirurgischen Operationen ist eine Biliopankreatische Diversion mit Duodenalswitch.

Für welche Patienten ist die BPD geeignet?

Eine Biliopankreatische Diversion ist eine sehr invasive und komplexe Methode, um Patienten mit krankhaftem Übergewicht (BMI über 40kg/m²) beim Gewichtsverlust zu unterstützen. Denn vor allem bei Fettleibigkeit ist eine langzeitige und ausreichende Gewichtsreduktion meist nur noch durch adipositschirurgische Eingriffe möglich. Nach Versagen der konservativen Therapien (Ernährungs-, Bewegungs-, Verhaltensmodifikation, etc.) und bei einem BMI über 40kg/m² bzw. einem BMI über 35kg/m² mit Sekundärerkrankungen wie Zuckerkrankheit sollten die Methoden der Adipositaschirurgie für den Betroffenen erwogen werden. Dabei gibt es keinen „Goldstandard“, welcher Eingriff für jeden Patienten der Beste ist. Es muss stets für den Patienten eine individuelle Entscheidung zwischen z.B. Bilipankreatischer Diversion, Magenband, Magenbypass, Schlauchmagen oder Magenballon getroffen werden. Die BPD ist vor allem für extrem Übergewichtige (BMI über 50kg/m²) mit schweren Folgeerkrankungen geeignet.

Wie funktioniert die Biliopankreatische Diversion?

Bei der BPD wird die Nahrungsmenge, die aufgenommen werden kann, nur leicht beeinflusst. Der Haupteffekt des Gewichtsverlustes entsteht durch den Einfluss auf die Resorptionsfähigkeit des Darmes. So wird ein Großteil des Darmes mittels Bypass umgangen (Diversion = „Umleitung“) und die Nahrung damit schneller durch den Verdauungstrakt transportiert. Der Verdauungskanal, durch den die Nahrung geführt wird, misst nach der Operation nur noch 50-100cm. Der Magen wird auf etwa 150-300ml verkleinert, sodass die Patienten weniger Nahrung aufnehmen können bis ein Sättigungsgefühl entsteht. Die Verdauungssäfte (Galle, Verdauungssaft der Bauchspeicheldrüse) werden dem Nahrungsbrei erst verspätet zugeführt. Dadurch kann nur noch ein Bruchteil der Stoffe aus der Nahrung aufgenommen werden, der Großteil wird wieder über den Stuhl ausgeschieden. Der Eingriff der Diversion kann in einem Eingriff oder in zwei Teiloperationen („zweizeitig“) erfolgen. Die zweizeitige Durchführung reduziert das Sterblichkeitsrisiko dieser Operation von 6% auf 1% und ist vor allem bei BMI über 60kg/m² (Das Risiko steigt mit dem BMI) oder bei generell hohem Operationsrisiko zu empfehlen. Bei der zweizeitigen Methode wird ein Schlauchmagen gebildet, damit der Patient zunächst etwas Gewicht verlieren kann. Im zweiten Eingriff wird die Umleitung des Darmes eingerichtet, um einen noch effektiveren Gewichtsverlust zu ermöglichen. Da eine rasche Gewichtsreduktion gehäuft zu Gallensteinen führt, wird bei diesem Eingriff prophylaktisch die Gallenblase entfernt. Um das Komplikationsrisiko während der Operation zu reduzieren, sollte die Diversion minimalinvasiv (laparoskopisch, „Schlüsselloch-Technik“) durchgeführt werden. Die Patienten erleiden dann weniger Schmerzen, sind schneller wieder fit und es kommt seltener zur Wundheilungsstörungen sowie anderen Komplikationen.

Was sind Vorteile der Biliopankreatischen Diversion?

Die Methode der BPD ist sehr effektiv bei der Gewichtsreduktion und bei der Rückbildung der Folgeerkrankungen (wie Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Langzeitsterblichkeit). In zwei Jahren verlieren die Operierten durchschnittlich 70-80% ihres Übergewichtes. Damit ist die BPD mit Duodenalswitch die effektivste Methode der Adipositaschirurgie – aber auch die risikoreichste. Die Diversion ist für Patienten geeignet bei denen Magenballon, Magenband oder Schlauchmagen allein versagt haben. Auch ist dieser Eingriff bei Übergewichtigen mit Sodbrennen durchführbar.

Was sind Nachteile der BPD?

Ein großer Nachteil der Biliopankreatischen Diversion ist, dass es durch diesen Eingriff zu irreversiblen Veränderungen des Darmaufbaus kommt. Dies kann für den Operierten zu Durchfall, Blähungen und starken Bauchschmerzen führen. Durch die verminderte Aufnahme der Nahrungsbestandteile werden lebensnotwendige Vitamine und Spurenelemente nicht mehr aufgenommen und müssen lebenslang zusätzlich ergänzt werden, um Mangelerkrankungen zu vermeiden. Bei diesem Eingriff besteht bei fehlerhafter Ernährung ein hohes Risiko für Mangelernährung. Häufig entwickeln die Patienten einen Eiweißmangel, Blutarmut oder sehr übelriechende Fettstühle durch die Verdauungsminderung vor allem von Fetten.

Da der Eingriff der Biliopankreatischen Diversion technisch sehr schwierig ist und unter den adipositaschirurgischen Eingriffen der mit dem höchsten Operationsrisiko ist, sollte es für jeden Patienten individuell erwogen werden, welche Methode der Adipositaschirurgie die geeignetste ist. Eine begleitende Ernährungstherapie ist für den Übergewichtigen dringend zu empfehlen und auch eine Eingliederung in Selbsthilfegruppen hilft vielen Patienten. Die Patienten müssen regelmäßig Nachkontrollen durchführen lassen, um Mangelernährung frühzeitig zu erkennen.

 

Quellen:

Adipositaschirurgie Indikation, Operationsverfahren und Erfolgsaussichten; Thomas P. Hüttl

http://www.adipositas-zentrum-muenchen.eu/therapieoptionen/biliopankreatische-teilung/biliopankreatische-teilung-nach-scopinaro.html


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