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Was ist eine Allergie?

Jede Allergie ist stets ein Ausdruck eines Ungleichgewichts beziehungsweise einer Störung des menschlichen Immunsystems. Es sind Überempfindlichkeitsreaktionen, die durch eigentlich harmlose Stoffe ausgelöst werden. Der Mensch ist bei einer Allergie nicht in der Lage eine Toleranz gegenüber den allergieauslösenden Stoffen zu bilden, stattdessen fühlt sich das Immunsystem angegriffen und bildet sogenannte Abwehrstoffe wie Antikörper, Entzündungsmediatoren oder andere Zellgruppen. Die Stoffe, die Allergien auslösen, werden als Allergene bezeichnet. Laut Statistiken der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie sind in Deutschland derzeit knapp 20 Millionen Bundesbürger in irgendeiner Form Allergiker, wobei nur etwa die Hälfte von seiner Erkrankung Bescheid weiß.

Die ständig wachsende Anzahl an Allergikern zeigt einmal mehr, wie die immunologische Toleranzfähigkeit der Industrienationen sinkt, aber auch der unverantwortliche Lebensstil westlicher Nationen wird hierin deutlich. Die Diagnose einer Allergie ist immer hilfreich und kann am besten zu einer erfolgreichen Therapie beitragen.

Das grundsätzliche Problem bei der Diagnose allergischer Erkrankungen ist, die Allergie in einen bestimmten Rahmen zu setzen, da es über 20. 000 verschiedene potenzielle Allergene gibt, von denen das für den Patienten Ursächliche herauszufinden ist. Um dies herauszufinden bedient man sich komplexen Diagnoseverfahren, die nach einem vierstufigen Allergiediagnostik Prinzip angewendet werden können.

Stufe I der Allergiediagnostik: Die Anamnese des Patienten

Wertvolle Hinweise auf ein potenzielles Allergen können schon durch die Erhebung einer allergologischen Krankheitsgeschichte gewonnen werden. Lebensgewohnheiten sowie die berufliche und private Umwelt als auch das psychosoziale Umfeld und Ernährungsverhalten können als ungefähre Orientierung des sozialen Status herangezogen werden.

Besonders wichtig sind auch selbstbeobachtete Beziehungen zwischen potenziellen Allergenen und allergischen Symptomen und auch der Umweltbedingungen auf privater und beruflicher Ebene. Sehr wichtig hierbei ist auch der Beginn der Krankheit und mögliche anfängliche Signale, die infolge eines Kontaktes mit dem möglichen Allergen entstanden sind.

Stufe II der Allergiediagnostik: Die Hauttests

Das Gerüst jeder Allergiediagnostik bilden die Hauttests (ganz gleich, ob Scratch-, Reib-, Prick- oder Intrakutantest). Der Dermatologe appliziert während dieser Tests spezifische Substanzen, die im Verdacht stehen eine Allergie auszulösen, auf die Haut und beobachtet die Hautreaktionen, zum Beispiel ob Quaddeln oder Pusteln entstehen.

So kann der Facharzt je nach diagnostischem Test seine Suche einschränken und beispielsweise auch aufgrund der Anamnese des Patienten verdächtige Allergene prüfen und seine Diagnose somit widerlegen oder bestätigen (sogenannter Bestätigungstest). Meistens sind es allerdings keine Bestätigungstests, sondern es ist eine Suchdiagnostik, bei der der Facharzt in möglichst einer Sitzung durch verschiedene Gruppenextrakte ein breites allergenes Spektrum erfassen möchte. Genauere Ergebnisse liefern die sogenannten Hauttests. Diese liefern allerdings falsche Ergebnisse, wenn Entzündungshemmer wie Antihistaminika oder Kortison eingenommen werden. Daher sollten diese Präparate mindestens fünf Tage vor Testbeginn nicht mehr eingenommen werden.

Der Prick-Test: Eine Testlösung wird auf den Arm aufgetragen. Danach wird diese Stelle mit einer sogenannten Prick-Lanzette einen Millimeter tief durchstochen. Ist der Test positiv, so sollte sich nach ungefähr 20 Minuten eine Quaddel gebildet haben. Der Prick-Test ist hierbei bei Allergien vom Soforttyp die heutige Standardmethode.

Intrakutantest: Wie der Name schon impliziert wird bei diesem Test das potenzielle Allergen direkt mit der Hilfe einer Nadel in die Haut gespritzt. Der Test ist somit knapp 10. 000 Mal genauer als der Prick-Test, liefert aufgrund dieser Tatsache allerdings auch häufiger falsch-positive Ergebnisse, die gehäuft bei Nahrungsmittelallergenen auftreten.

Scratch-Test: Man trägt die Testlösung auf die Haut auf und ritzt die Haut danach leicht an. Da aber gerade durch das Anritzen die Haut zusätzlich gereizt wird, liefert dieser Test nur bedingt gute Ergebnisse und ist daher heute eher in den Hintergrund vieler Dermatologen geraten.

Reibtest: Man reibt die Testlösung mehrmals auf den Unterarm des Patienten hin und her. Man bedient sich diesem Test, wenn der Patient eine sehr hohe Sensibilisierung hat. Weil dieser Test ein natürliches Allergen benutzt, ist es auch möglich ihn einzusetzen, selbst wenn die Substanz, die die Allergie auslöst, nicht in einer industriell vorgefertigten Form vorhanden ist.

Epikutantest: Dieser Test wird auch Pflastertest genannt. Dabei trägt der Facharzt ein Pflaster mit einem potenziellen Allergen auf eine Körperstelle, vorzugsweise der Rücken des Patienten, auf und beobachtet nach etwa 1-3 Tagen die Hautreaktion. Der Epikutantest wird sehr häufig angewendet, wenn es darum geht Typ-IV-Allergene zu erkennen.

Stufe III - Die Laborwerte

In dieser Stufe werden Blutproben entnommen und mit einem möglichen Allergen in Kontakt gebracht. Man beobachtet dabei die Reaktionsbereitschaft und die Sensibilisierung der Blutprobe gegen das Allergen. Spezielle Begutachtung gebührt hierbei dem körpereigenen Immunglobulin E (IgE). Dies ist ein Antikörper, der im Immunkomplex entsteht als Reaktion auf die potenziell allergene Substanz, die der Körper als Fremdobjekt erkennt.

Bei Allergikern reagiert dieses System überempfindlich und es kommt zur zahlreichen Bildung von IgE-Antikörpern. Diese Bluttests werden vor allem bei Kleinkindern und Säuglingen angewendet, da hier die Belastung durch die Tests am geringsten ist: man braucht nämlich nur eine Blutprobe. Andererseits besteht für den kleinen Patienten bei einer überschießenden Immunreaktion keine große Gefahr und auch die Einnahme von Antiallergika kann weiterhin erfolgen, da diese das Blutbild nicht verändern, während die Hauttests sehr wohl durch Einnahme dieser Medikamente verändert werden können.

Bluttests eignen sich auch deshalb hervorragend, weil der Dermatologe alleine durch den Bluttest meistens schon voraussehen kann, in welche Richtung die Allergie des Patienten zusteuert und entsprechend prophylaktische Gegenmaßnahmen einleiten.

Stufe IV - Bewertung der Tests und Nachanamnese

Im letzten Verfahren werden die Tests und Laborwerte noch einmal analysiert. Der Facharzt möchte nämlich auch herausfinden, ob der Patient überhaupt dem potenziellen Allergen ausgesetzt ist und ob die Symptome des Patienten eigentlich zu den Testergebnissen passen. Schließlich kann der Facharzt nur durch einen sogenannten Provokationstest ermitteln, ob die positiven Hauttests oder die durch Blutwerte ermittelten IgE-Antikörper wirklich ihrer klinischen Ausprägung des Allergens gerecht werden. Der Provokationstest findet dabei direkt am betreffenden Organ statt und kann Klarheit bieten.

Ein Provokationstest ist eine Nachahmung der allergischen Symptome - beispielsweise das allergische Asthma, Schnupfen oder die allergische Bindehautentzündung sowie Ekzeme und Hautausschläge - durch die Gabe der natürlichen Allergene.

Quellen:

https://www.gesundheit.de/krankheiten/allergien/allergien-und-allergiesymptome/allergie-diagnostik-ist-detektivarbeit

http://www.dgaki.de

 


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