Kardiologie und Angiologie Duisburg (NRW): Prof. Jánosi
Behandlungsfokus
- Herzkatheter-Untersuchungen (Diagnose und Behandlung von Herzkranzgefäßerkrankungen: PTCA, Stentimplantation, komplexe PCI)
- Herzklappenerkrankungen:
- Kathetergestützter Aortenklappenersatz (TAVI), sowie der Mitral- und Trikuspidalklappe
- Kathetergestütze Rekonstruktion der Mitralklappe (Mitra-Clip) und Trikuspidalklappe (Tri-Clip)
- Valve-In-Valve Prozeduren für degenerierte Klappenprothesen
- Strukturelle Herzerkrankungen (PFO-, VSD-, LAA-Verschluss)
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PTA, Stentimplantation, Rekanalisationen)
Kontakt
Herzzentrum Duisburg
Klinik für Kardiologie, Angiologie und Elektrophysiologie
Fahrnerstr. 133, D-47169 Duisburg
T: +49 203 3969 3526 F: +49 203 451 3206
Sprechzeiten:
Montag-Freitag: 07.30 Uhr - 16.00 Uhr
Hinweis:
Gesetzlich versicherte Patienten benötigen die Überweisung eines niedergelassenen Kardiologen.

Medizinisches Angebot
Diagnostisches Leistungsspektrum
Nicht invasive Untersuchungsverfahren:
- EKG
- Belastungs-EKG
- 2D-/3D-Echokardiographie (TTE)
- 2D-/3D-Transösophageale Echokardiographie (TEE)
- Stress-Echokardiographie
- CT
- MRT
- Stress-MRT
- Komplexe angiologische Diagnostik (pAVK, Crotiden, Venen etc.)
- Schrittmacher-/Defribrillator-Kontrollen
Invasive Untersuchungsverfahren:
- Herzkatheter
- Koronare Flussmessungen (iFR und FFR-Messung)
- Intravaskuläre Bildgebung (IVUS und OCT)
- Rechtsherzkatheteruntersuchungen mit Shunt- und Vasoreagibilitätstestungen
Therapeutisches Leistungsspektrum
Das Leistungsspektrum umfasst sämtliche katheterinterventionellen Techniken im koronaren und peripheren Bereich:
- Koronarinterventionen
- Ballonerweiterung verengter Herzkranzgefäße (PTCA)
- Einsetzen einer Gefäßstütze (Stentimplantation), um das Gefäß offen zu halten
- Komplexe PCI und Rekanalisationen (Rotablation und intrakoronare Lithotripsie)
- Präzisions-PCI mittels intravaskulärer Bildgebung und Flussmessungen (IVUS/OCT bzw. iFR/FFR)
- Hoch-Risiko-Interventionen unter Impella-Schutz (Protected PCI)
- Strukturelle kardiale Interventionen
- Kathetergestützter Aortenklappenersatz (TAVI) – eine schonende Methode, die Herzklappe zu ersetzen, ohne den Brustkorb zu eröffnen
- Kathetergestützter Mitralklappenersatz (TMVI)
- Kathetergestützter Trikuspidalklappenersatz (TTVI)
- Kathetergestützte Mitral- und Trikuspidalrekonstruktionen („edge-to-edge“ Verfahren: Mitra- und Tri-Clip bzw. PASCAL)
- TricValve
- Strukturelle Herzerkrankungen (PFO-, VSD-, LAA-Verschluss)
- Minimal-invasive Fremdkörperentfernungen (z.B. dislozierte Katheter)
- passagere Kreislaufunterstützungssysteme wie Impella und ECMO
- Myokardbiopsie
- Kardioversions-Behandlung von Herzrhythmusstörungen
Weitere Informationen
Profil
Prof. Dr. med. Alexander Jánosi ist Spezialist für Kardiologie und Angiologie und Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Elektrophysiologie am Herzzentrum Duisburg des Evangelischen Klinikums Niederrhein.
Prof. Janósi und sein Team bieten Patientinnen und Patienten modernste katheterinterventionelle Verfahren am Herzen und den peripheren Gefäßen – von der erweiterten Koronarintervention mit Bildgebung (IVUS/OCT) und Druckmessung (iFR/FFR) über die komplexe PCI schwer kalzifizierter Engstellen und Rekanalisation von chronischen Verschlüssen bis hin zu strukturellen Herzklappentherapien. In interdisziplinären Herz-Teams wird über den optimalen Behandlungsweg entschieden.
Invasive Kardiologie und Angiologie: Modernste minimal-invasive Untersuchungen durch renommierten Herzmediziner
Die Disziplin der invasiven Kardiologie befasst sich mit diagnostischen und interventionellen Eingriffen am menschlichen Herzen. Entsprechende Prozeduren erfolgen im Herzkatheterlabor unter Anwendung von Kontrastmitteln und Röntgenstrahlung nicht nur am Herzen und den herznahen Gefäßen, sondern auch an den Halsschlagadern, den Nierenarterien und den peripheren Gefäßen (invasive Angiologie).
Katheter sind dünne, flexible Kunststoffschläuche, durch die Kontrastmittel injiziert und Ballonkatheter mit und ohne vormontierte Gefäßstützen (Stents) vorgebracht werden können. Der Zugang zum Herzen erfolgt über die Leisten- oder Handgelenksarterie entgegen dem Blutstrom.
Dank einer örtlichen Betäubung ist die Gefäßpunktion weitgehend schmerzlos, das Fehlen sensibler Nervenfasern im Inneren der Gefäße und des Herzens macht eine Vollnarkose überflüssig, der Patient kann die Untersuchung seines Herzens wach im Gespräch mit dem behandelnden Arzt verfolgen. Daher sind viele Untersuchungen und Eingriffe auch ambulant möglich.
Alle gängigen Verfahren zur invasiven Diagnostik (intravasale Flussmessung, intravaskulärer Ultraschall, optische Kohärenztomographie) und Therapie (Ballondilatation, Stenting, Rotablation, Stoßwellentherapie) von Verengungen der Herzkranzgefäße, sowie auch der peripheren Gefäße stehen zur Verfügung.
Kathetergestützter Aortenklappenersatz (TAVI): Schonende Behandlung von Verengungen der Aortenklappen
Selbst ein gesunder Lebenswandel kann einer Verengung der Aortenklappe nicht verlässlich vorbeugen. Die Aortenklappe wirkt als Rückschlagventil und verhindert in der Füllungsphase des Herzens den Rückfluss des zuvor ausgeworfenen Blutes aus der Hauptschlagader in die linke Herzkammer. Verengt sich die Aortenklappe im Laufe des Lebens, beispielsweise durch die Einlagerung von Kalk, dann muss das Herz permanent enorme Kräfte aufwenden, um gegen den höheren Widerstand anzupumpen.
Dies kann im fortgeschrittenen Stadium zu Atemnot, Schwindel und Brustenge führen. In diesem Falle sollte die starre, unflexible Klappe ersetzt werden, um den Blutstrom wieder zu gewährleisten und um das schwer beanspruchte Herz zu entlasten. Die verengte Aortenklappe kann entweder durch eine große Operation oder – besonders schonend – mit einem Katheter ersetzt werden (TAVI-Verfahren). Dabei wird die neue Klappe über einen kleinen Zugang, meist in der Leiste, zum Herzen gebracht. Für viele Patientinnen und Patienten ist dieses Verfahren weniger belastend und ermöglicht eine schnellere Erholung.
Diese Option wurde zunächst für Patienten mit zu hohem Operations- und Narkoserisiko entwickelt. Die TAVI-Therapie ist weit weniger eingreifend als eine herkömmliche Herzklappenoperation. Da der Brustkorb nicht eröffnet wird und der Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine unter Narkose nicht erforderlich ist, kann der Patient bereits am Tag der Behandlung aus dem Bett mobilisiert werden und nach wenigen Tagen Beobachtung die Klinik verlassen.
Aufgrund dieser Vorteile gilt das TAVI-Verfahren heutzutage als Standardverfahren für die meisten Patienten mit Aortenklappenstenose. Prof. Dr. med. Alexander Jánosi führt diese Behandlung als erfahrener Herzmediziner routiniert aus.
Anatomische Gegebenheiten sowie Begleiterkrankungen spielen bei der Therapieplanung eine entscheidende Rolle. Detaillierte Vorabklärung sowie eingehende Bildgebung sind deshalb unerlässlich, um für jeden Patienten eine optimale Therapie mit individueller Auswahl des Zugangswegs, des Klappentypus und der passenden Größe vorschlagen zu können.
Mitra Clip: Interventionelle Behandlung bei Mitralklappeninsuffizienz
Von Mitralklappeninsuffizienz spricht man bei einer Undichtigkeit der Mitralklappe. Nach der oben beschriebenen Aortenklappenstenose ist dies der zweithäufigste erworbene Herzklappenfehler.
Besteht eine Undichtigkeit der Mitralklappe, dann fließt während der Herzaktion ein Teil des Blutes zurück in den linken Vorhof und führt zu einem Rückstau in den Lungenkreislauf. Die Patienten erleben dies als beklemmende Luftnot, leiden unter Wassereinlagerungen und einer deutlichen Abnahme der Belastbarkeit im Alltag.
Besteht diese krankhafte Belastung über einen längeren Zeitraum, so geht dies mit einer chronischen Schädigung des Herzmuskels einher. Auch für dieses Krankheitsbild stellte die offene Operation lange Zeit die einzig mögliche Korrekturmaßnahme dar. Für eine Vielzahl der Betroffenen kommt allerdings aufgrund schwerer Begleiterkrankungen, hohen Alters oder einer hochgradigen Einschränkung der Pumpfunktion des Herzens ein solcher Eingriff nicht in Betracht.
Daher wurde ein kathetergestütztes Verfahren zur Mitralklappenrekonstruktion mittels MitraClip entwickelt, um die Undichtigkeit der Mitralklapppe ohne Operation zu reduzieren. Eine kleine Metallklammer wird über einen steuerbaren Katheter durch die Leistenvene bis an die Mitralklappe vorgeschoben und verbindet die beiden Segel der Mitralklappe, sodass die defekte Klappe dadurch dichter schließen kann. Eine Eröffnung des Brustkorbes ist bei diesem Eingriff nicht erforderlich.
Das gleiche Verfahren wird auch für die Behandlung der Trikuspidalklappeninsuffizienz (TriClip) angeboten.
Erfahrenes Zentrum für den Verschluss von Defekten der Vorhofscheidewand
Angeborene Defekte („Löcher“) in der Vorhofscheidewand werden in der Regel früh erkannt und dann bereits vom Kinderkardiologen behandelt. Beim erwachsenen Patienten stellt sich nur selten die Frage nach einem Katheter-gestützten Verschluss, ist dann aber meist problemlos machbar.
Weit häufiger ist das sogenannte offene Foramen ovale, eine Fehlbildung, die insbesondere mit Hirnembolien in Verbindung stehen kann. Dabei handelt es sich um eine schlitzförmige Öffnung im Überlappungsbereich der beiden Blätter der Vorhofscheidewand, die nur erkennbar wird, wenn der Druck im rechten Vorhof den im linken Vorhof übersteigt.
Diese Verbindung ist im Mutterleib für das ungeborene Kind unverzichtbar, „verwächst“ aber bei den meisten Menschen nach der Geburt. Bei ca. 20% der Erwachsenen verschließt sich das Foramen ovale nicht. Findet sich bei jüngeren Patienten (< 60 Jahre) mit ursächlich nicht geklärtem Hirninfarkt ein offenes Foramen ovale, dann ist dieses mutmaßlich als Durchtrittspforte für Blutgerinnsel von Bedeutung und sollte verschlossen werden.
Ein solcher Verschluss kann recht einfach über einen Katheter mit einem dafür entwickelten „Schirmchen“ erfolgen. Das Herzzentrum Duisburg hat auch hier eine sehr große, langjährige Erfahrung – Patienten profitieren hier von der engen Zusammenarbeit mit dem Kollegen der Kinderkardiologie.
Lebenslauf
| seit 2025 | Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Elektrophysiologie des Herzzentrum Duisburgs, Evangelisches Klinikum Niederrhein GmbH |
| 2022-2025 | Stellvertreter des Klinikdirektors der Klinik für Kardiologie und Angiologie des Universitätsklinikum Essen |
| 2020 | Facharzt für Innere Medizin und Angiologie |
| 2017 | Master of Health Business Administration (MHBA), Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg |
| 2016-2025 | Bereichsleitung Strukturelle Herzerkrankungen und Leiter der Herzkatheterlabore, Klinik für Kardiologie und Angiologie, Universitätsklinikum Essen |
| 2015 | Ernennung zum leitenden Oberarzt, Klinik für Kardiologie und Angiologie, Universitätsklinikum Essen |
| 2013 | Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie |
| 2011-2016 | Oberarzt der internistischen Intensivstation, Klinik für Kardiologie und Angiologie, Universitätsklinikum Essen |
| 2011 | Zusatzbezeichnung "Intensivmedizin" |
| 2010 | Facharzt für Innere Medizin |
| 2004 | Ärztliche Vollapprobation |
Zusatzqualifikationen
- Lipidologe (DGFL)
- Herzinsuffizienz (DGK)
- Interventionelle Therapie der arteriellen Gefäßerkrankungen (DGK, DGA)
- Interventionelle Kardiologie (DGK)
- Hypertensiologe (DHL)
Ärzteteam
- Dr. med. Ute Ruprecht
- Leitende Oberärztin / Leitung Sektion Elektrophysiologie
- Dr. med. Ilse Janicke
Leitende Oberärztin - Dr. med. Mathias Kullmer
Leitender Oberarzt
Sowie weitere 12 Oberärzte und 30 Assistenzärzte
Forschung & Lehre
| 2022 | Verleihung der Bezeichnung "außerplanmäßiger Professor", Medizinische Fakultät, Universität Duisburg-Essen |
| 2019-2025 | Lehrbeauftragter für das Wahlfach "Diagnostische und interventionelle Herzkatheter" der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen |
| 2017-2025 | Mitglied des Promotionsausschusses der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen |
| 2017-2025 | Mitglied des Promotionsausschusses für PhD-Angelegenheiten der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen |
| 2017 | Habilitation und Venia legendi für das Fach "Innere Medizin" mit der Habilitationsschrift: "Die frühzeitige Diagnose und Therapie des Akuten Aortensyndroms und seiner Komplikationen" |
| 2004 | Promotion (magna cum laude) mit der Schrift: "Räumliche und zeitliche Stabilität des lokalen myokardialen Flussmusters", Institut für Herz- und Kreislaufphysiologie, Medizinische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf |
Fachgesellschaften
- Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
- Arbeitsgruppe Aortenerkrankungen
- Arbeitsgruppe Kardiovaskulärer Ultraschall
- Arbeitsgruppe Interventionelle Kardiologie (AGIK)
- Arbeitsgruppe Angiologie
- Arbeitsgruppe Kardiovaskuläre Intensiv- und Notfallmedizin
- Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
- Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin (DGIIN)
- Society for Cardiovascular Angiography and Interventions (SCAI; FSCAI)
- European Society of Cardiology (ESC; FESC)
- European Association of Percutaneous Coronary Interventions (EAPCI)
- European Resuscitation Council (ERC)
- American Heart Association (AHA; Silver Heart Member)
- Council on Cardiovascular Radiology & Intervention
- Council on Clinical Cardiology
- American College of Cardiology (ACC)
Extras
Durch die enge Verzahnung mit den Kliniken für Herzchirurgie und der Klinik für Kinderkardiologie und Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern ist eine interdisziplinäre Versorgung von Erkrankungen in den Überlappungsbereichen möglich. Dies gilt auch für kombinierte interventionelle und herzchirurgische Prozeduren (Hybrideingriffe). Das unmittelbare räumliche Nebeneinander von Herzchirurgie und Kardiologie und die sofortige Verfügbarkeit herzchirurgischer Expertise erhöht die Sicherheit interventioneller Eingriffe.
Verkehrsanbindung
| Hauptbahnhof Duisburg | 6,6 km |
| Flughafen Essen/Mühlheim | 21 km |
| Flughafen Düsseldorf | 28 km |
| Flughafen Köln/Bonn | 75 km |
Veröffentlichungen
Prof. Jánosi hat zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen, insbesondere zu Herzklappenerkrankungen, interventionellen Verfahren und Aortenerkrankungen und ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Fachgesellschaften.
Er war an zahlreichen Expertenempfehlungen und Leitlinien beteiligt.
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Fachbeiträge
Stadtinfo Duisburg
Duisburg ist das Scharnier in drei unterschiedliche Regionen: dem idyllischen Niederrhein, dem brodelnden Ruhrgebiet und der sagenumwobenen Rheinschiene.
Duisburg, die Binnenhafenstadt an Rhein und Ruhr, erstreckt sich vom westlichen Rand der Metropole Ruhr bis zum Niederrhein und geht nach Süden in die Rheinschiene über. Die Stadt versteht sich als Knotenpunkt von touristischen und logistischen Wegen und übernimmt eine interessante Scharnierfunktion innerhalb der abwechslungsreichen Regionen.













