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Informationen zum Bereich Strahlentherapie bei Brustkrebs

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Sie macht rund 25% der Krebsfälle aus. Gleichzeitig ist sie auch die häufigste Todesursache unter ...

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Informationen zum Bereich Strahlentherapie bei Brustkrebs

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Sie macht rund 25% der Krebsfälle aus. Gleichzeitig ist sie auch die häufigste Todesursache unter den Krebserkrankungen.

Im Laufe der letzten Jahre wurde das Spektrum der Präventionsmaßnahmen deutlich erweitert. Seit 2005 steht den Frauen neben der jährlichen Tastuntersuchung der Brust beim Frauenarzt auch die Möglichkeit der Röntgenuntersuchung (Mammographie) alle zwei Jahre zur Verfügung.

Dies hat seitdem zu einem deutlichen Anstieg der entdeckten Brustkrebsfälle geführt. Dies ermöglicht eine frühzeitige Diagnose mit guten Heilungschance, so dass ein Rückgang der Sterbefälle zu verzeichnen ist.

Zu verdanken ist letzteres aber auch den immer besseren Therapiemaßnahmen. Verschiedene Methoden der Behandlung wurden über die letzten Jahre entwickelt. Dazu gehören die Brustkrebs-Operation (bei Heilungsaussichten), Chemotherapie, Hormontherapie, Antikörpertherapie und die Strahlentherapie bei Brustkrebs.

Durch die Strahlentherapie wird das Erbmaterial von Zellen geschädigt. Krebszellen verfügen im Gegensatz zu unseren Körperzellen nur über ein schlechtes Reparatursystem. Daher kann die Krebszelle durch Strahlentherapie zum Absterben gebracht werden. Wird ein spezieller Rahmen von Strahlenmenge und Dauer eingehalten, erholen sich die gesunden Körperzellen nach kurzer Zeit.

Ziel der Strahlentherapie ist es, alle möglichen, noch vorhandenen Krebszellen zu zerstören.

Wann wird eine Strahlentherapie bei Brustkrebs durchgeführt?

Nach brusterhaltender Therapie wird die Strahlentherapie standardmäßig durchgeführt. Sie hilft dabei das Risiko des Wiederauftretens von Tumorzellen (Rezidiv) zu senken.

Bei der Brustentfernung (Mastektomie) ist die Strahlentherapie nur in Ausnahmefällen nötig. Dazu gehören ein großer Tumor, der operativ nicht vollständig entfernt werden kann, oder der Befall von mehr als 3 Lymphknoten.

Die Strahlentherapie kann auch als alleinige Therapie Verwendung finden, jedoch nur auf ausdrücklichen Wunsch der Patientin (Ablehnung der Operation), oder wenn eine Operation aufgrund des Gesundheitszustandes der Betroffenen nicht möglich ist.

Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium dient die Strahlentherapie auch der Behandlung von verstreuten Krebszellen, Tochtergeschwülsten (Metastasen) im Lymphknotenbereich oder anderen Körperorganen.

Wie läuft die Strahlentherapie bei Brustkrebs ab?

Die Strahlentherapie wird üblicherweise in einem Zeitraum zwischen drei und acht Wochen nach der Operation angesetzt, damit die eigentliche Wunde im Bestrahlungsfeld ausreichend verheilt ist.

Erfolgt eine Chemotherapie, wird die Strahlentherapie entweder zwischen den Chemotherapiezyklen oder im Anschluss daran durchgeführt, da sich ansonsten die Nebenwirkungen zu sehr gegenseitig verstärken.

Eine gleichzeitige Antikörpertherapie bzw. Hormontherapie ist aber möglich. 

Um die Krebszellen vollständig abzutöten ist eine gewisse Menge an Strahlung nötig (Strahlendosis). Damit nicht auch die gesunden Körperzellen zu sehr geschädigt werden, wird die Strahlendosis aufgeteilt. So erfolgt die Bestrahlung an mehreren Tagen pro Woche über einen bestimmten Zeitraum. Die bestrahlungsfreien Tage dienen der Regeneration der Haut.

Neuere Methoden der Bestrahlung ermöglichen es die Gesamtstrahlendosis zu verringern, indem höhere Einzeldosen über einen kürzeren Zeitraum verabreicht werden (Hypofraktionierung).

Bei jeder Patientin wird die Bestrahlung individuell vom Spezialisten für Strahlentherapie geplant. Zur Simulation der Strahlentherapie werden zuvor Computertomographieaufnahmen angefertigt, die dann im Computer zu einem Modell verarbeitet werden können. Dadurch kann die genaue Position der Strahlenquellen und Strahlendosis berechnet werden.

Die eigentliche Bestrahlung dauert nur wenige Minuten. Üblicherweise erfolgt die Bestrahlung von außen (in Studien werden auch andere Varianten erprobt). Die Kontrolle des korrekten Ortes der Bestrahlung wird auch während der Bestrahlung mehrmals überprüft. 

Nach den ca. 25-28 Bestrahlungen der gesamten Brust im Zeitraum von vier bis fünf Wochen (bei älteren Schemata auch bis zu acht Wochen) erfolgt eine alleinige fünf- bis acht-malige Bestrahlung des früheren Tumorgebiets.

Danach ist die Strahlentherapiebehandlung abgeschlossen.

Wie sind die Verlauf und Prognose nach einer Strahlentherapie bei Brustkrebs?

Die Prognose nach Strahlentherapie kann die Heilungschancen deutlich verbessern. So senkt die Strahlentherapie die Rezidivrate von 20% auf rund 5%.

Dennoch kann die Möglichkeit eines Wiederauftretens von Brustkrebs (insbesondere an der anderen Brust) nicht vollständig ausgeschlossen werden. Dies macht die regelmäßige Teilnahme an den Nachsorgeuntersuchungen (Tastuntersuchung beim Spezialisten für Gynäkologie und Mammographie) enorm wichtig.

Die Verträglichkeit der Strahlentherapie hat sich in den letzten Jahren durch neue Techniken und Bestrahlungspläne deutlich verbessert. Dennoch können Nebenwirkungen nicht komplett verhindert werden. Häufig kann es daher zu Hautreizungserscheinungen wie Rötung oder Trockenheit bis hin zur Hautschädigung, ähnlich eines stärkeren Sonnenbrandes kommen. Umliegende Organe wie Lunge oder Herz werden heutzutage in der Mehrheit der Fälle komplett geschont.

Bei der Bestrahlung von Lymphknotenregionen kann es zu Abflussstörungen und somit zum Lymphstau kommen. Lymphdrainagen können hier hilfreich sein.

Besonders wichtig während der Zeit der Bestrahlung ist auch eine rückfettende und kühlende Hautpflege. Wärme, Sonne, enge Kleidung und reizende Pflegemittel sind zu vermeiden, um der Haut die Regeneration zu erleichtern.

Sollten Sie weitere Fragen bezüglich der Möglichkeiten der Strahlentherapie bei Brustkrebs haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren behandelnden Brustspezialisten.

 

Quellen:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54306/Neue-Techniken-verkuerzen-die-Strahlentherapie-bei-Brustkrebs

http://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/brustkrebs/therapie/strahlentherapie.html

http://www.krebshilfe.de/wir-informieren/ueber-krebs/haeufige-krebsarten/brustkrebs.html

Stauber, Manfred; Weyerstahl, Thomas (2007): Gynäkologie und Geburtshilfe. 3., aktualisierte Auflage. Stuttgart: Georg Thieme (Duale Reihe).

Keck, Christoph; Denschlag, Dominik; Tempfer, Clemens (2004): Facharztprüfung Gynäkologie und Geburtshilfe. 1000 kommentierte Prüfungsfragen ; 6 Tabellen. Stuttgart: Thieme.


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