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Informationen zum Bereich Speed-Entzug
Was ist ein Speed-Entzug?
Speed ist der umgangssprachliche Name für Amphetamin. Dabei handelt es sich um eine Droge, die in Form von Tabletten über den Mund oder auch als Pulver über die Nase aufgenommen werden kann. Sehr selten wird sie auch intravenös verabreicht, um eine besonders schnelle und starke Wirkung zu erzielen.
Die zumeist als Partydroge verwendete Substanz kann unterschiedliche Wirkungen hervorrufen. Häufig kommt es zu einem euphorisierenden und aufputschenden Gefühl, einem gesteigerten Selbstbewusstsein sowie einer Erhöhung von Blutdruck und Herzfrequenz. Da auch ein vermindertes Hunger- und Schlafbedürfnis eintreten können, wird die Droge in einigen Fällen auch zur Leistungssteigerung, bspw. beim Lernen eingesetzt.
Amphetamine und deren verwandten Substanzen, beispielsweise Metamphetamin („Crystal Meth“) oder Ecstasy, besitzen ein hohes Abhängigkeitspotenzial. Eine Drogenabhängigkeit zeichnet sich unter anderem durch ein starkes Verlangen nach der Substanz oder einer verminderten Kontrollfähigkeit über den Konsum aus. In einem solchen Fall ist ein Entzug notwendig. Dieser hat die vollständige und langfristige Abstinenz von der Droge zum Ziel.
Welche körperlichen und psychischen Symptome treten beim Speed-Entzug auf?
Entzieht man dem Körper die Substanz, dann kann es zu Entzugssymptomen kommen. Dabei handelt es sich in der Regel um die gegenteiligen Effekte der eigentlichen Drogenwirkung. Während es also beispielsweise durch das Amphetamin zu einem euphorischen Gefühl kommt, empfinden die Betroffenen beim Speed-Entzug oft eine depressive Verstimmung.
Bei einem längerfristigen Speed-Missbrauch steht vor allem die psychische Abhängigkeit im Vordergrund. Es kommt jedoch auch zu einer gewissen Toleranzentwicklung des Körpers, sodass auch körperliche Entzugssymptome möglich sind.
Mögliche Symptome eines Speed-Entzuges sind:
- starke Erschöpfung und Leistungsminderung
- gesteigertes Hungergefühl
- Muskelschmerzen
- Unruhe, Nervosität, Gereiztheit
- Schlafstörungen
- Konzentrationsstörungen
- depressive Verstimmung
Wie lange dauert ein Speed-Entzug?
Die Dauer eines Speed-Entzuges hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dabei spielen vor allem die Dauer und Menge des Konsums sowie körperliche oder psychische Vorerkrankungen eine wichtige Rolle. Die körperliche Entgiftung selbst ist meist nach sieben bis 14 Tagen abgeschlossen. Um aber auch die psychische Abhängigkeit zu behandeln und das Rückfallrisiko zu minimieren, sind in der Regel mehrere Wochen notwendig.
Wie verläuft ein kalter Entzug von Speed?
Von einem sogenannten kalten Entzug spricht man, wenn eine Substanz plötzlich abgesetzt wird. Sie steht im Gegensatz zum „warmen“ Entzug, bei dem die Dosis der Substanz zunächst schrittweise reduziert und schließlich ganz abgesetzt wird. Der Nachteil eines kalten Entzuges liegt darin, dass die Entzugssymptome sehr stark ausgeprägt sein können. Bei einem Speed-Entzug sind zwar keine tödlichen Nebenwirkungen zu erwarten, dennoch können die Symptome als sehr belastend und quälend empfunden werden. Häufig führt dies dazu, dass die Substanz nach kurzer Zeit wieder eingenommen wird, sodass in den meisten Fällen von einem kalten Entzug abgeraten wird.
Speed-Entzug allein oder zu Hause – welche Risiken bestehen?
Wird ein Speed-Entzug selbstständig durchgeführt, dann handelt es sich dabei meist um einen kalten Entzug. Dieser kann starke Entzugssymptome hervorrufen. Vor allem die psychischen Nebenwirkungen werden dabei häufig als äußerst unangenehm empfunden. Zwar ist ein häuslicher Entzug grundsätzlich möglich, es wird jedoch empfohlen, dabei Hilfe durch professionelle Beratungsstellen oder Angehörige in Anspruch zu nehmen. So kann auch langfristig eine Abstinenz von der Substanz erreicht werden.
Was hilft bei Speed-Entzug?
Die wichtigste Unterstützung bei einem Speed-Entzug ist die Betreuung der Betroffenen. Am besten geschieht dies durch ein professionelles Team sowie vertraute Personen im privaten Umfeld der Patienten. In einigen Fällen ist dabei ein stationärer Klinikaufenthalt sinnvoll. Ein ambulantes Setting ist jedoch grundsätzlich ebenso möglich.
Welche Medikamente kommen beim Speed-Entzug infrage?
Medikamente können bei einem Speed-Entzug eingesetzt werden, um die Nebenwirkungen bzw. Entzugssymptome zu lindern. Der Einsatz erfolgt jedoch meist zurückhaltend und erst nach sorgfältiger Abwägung der Vorteile und Risiken. Da die psychische Abhängigkeit vom Speed meist im Vordergrund steht, ist es hier besonders wichtig, die Faktoren zu beleuchten, die den Konsum bisher aufrechterhalten haben. Dies ist beispielsweise im Rahmen einer Psychotherapie möglich. Hier können Strategien entwickelt werden, mit dem Verlangen nach der Substanz umzugehen und einen Rückfall zu verhindern.
Wann ist medizinische oder psychotherapeutische Hilfe sinnvoll?
Grundsätzlich ist eine professionelle Unterstützung in jedem Fall sinnvoll. Besteht eine Abhängigkeit von Speed, wird stets eine Beratung der Betroffenen, beispielsweise durch eine Suchtberatungsstelle oder den Hausarzt, empfohlen. Weitergehende Unterstützung ist vor allem dann notwendig, wenn das Absetzen der Substanz nicht selbstständig gelingt oder sehr starke Entzugssymptome hervorruft. Auch um eine Motivation zu einem professionell begleiteten Entzug zu entwickeln, kann medizinische oder psychotherapeutische Hilfe sinnvoll sein.
Welche Ärzte & Kliniken sind Spezialisten für den Speed-Entzug?
Besteht eine Motivation zur Durchführung eines Speed-Entzuges, dann sind Suchtberatungsstellen und Hausärzte häufig die ersten Anlaufstellen. Spezialisiert auf die Durchführung eines Speed-Entzuges sind Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie. In spezialisierten Suchtkliniken werden die Betroffenen durch ein multiprofessionelles Team betreut, zu dem neben erfahrenen Fachärzten auch psychologische Psychotherapeuten, Ergotherapeuten oder Sozialarbeiter gehören.
Bei uns finden Sie ausschließlich hocherfahrene Fachärzte und Kliniken, die über weitreichende Erfahrung in der Beratung und Betreuung von Patienten verfügen, die einen Speed-Entzug durchführen möchten. Vereinbaren Sie dazu gerne direkt einen ersten Termin für ein individuelles Beratungsgespräch.
Quellen:
- Holzhüter, Fabian: BASICS Psychiatrie. 2023, Elsevier GmbH. ISBN 978-3-437-41084-0.
- dasSuchtportal.de dassuchtportal.de/drogensucht/amphetamin-entzug-dauer/ [zuletzt aufgerufen am 16.06.2026]
- Amboss, Nachschlagewerk für Mediziner. next.amboss.com/de/article/-r0DPh [zuletzt aufgerufen am 16.06.2026]
- Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit. www.bioeg.de/service/beratungsstellen/suchtprobleme/ [zuletzt aufgerufen am 16.06.2026]
- Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) e.V. www.dhs.de/suchthilfe/suchtberatung/ [zuletzt aufgerufen am 16.06.2026]
