Schnappfinger Operation

Sie suchen Informationen zum Schnappfinger und Spezialisten für die Behandlung oder Operation? Hier finden Sie ausschließlich erfahrene Fachärzte und Kliniken in Deutschland, Schweiz oder Österreich für die Diagnose und Therapie einer Tendovaginitis stenosans. Informieren Sie sich über Symptome, Diagnose und Operation und kontaktieren Sie unsere Spezialisten für Handchirurgie. 

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Informationen zum Bereich Schnappfinger

Was ist ein Schnappfinger?

Der Schnappfinger, im medizinischen Sprachgebrauch auch Tendovaginitis stenosans genannt, ist eine Erkrankung der Fingersehnen, bei welchen die Beugesehnen derart verdickt sind, dass die Fingerknochen knötchenartig verdickt erscheinen. Die Fingersehne kann dann nicht mehr richtig über die Sehnenscheide gleiten, sondern “schnellt” bei einer Extension nach vorne. Die erkrankte Sehne bleibt im verengten Sehnenkanal hängen und es entsteht eine ruckartige Fingerbewegung. Manchmal ist bei dieser ruckartigen Bewegung auch ein knackendes Geräusch zu hören, das aber nicht immer vorhanden sein muss. Am häufigsten verdickt sich hierbei die Beugesehne auf der Innenfläche der Hand. In vielen Fällen kann man diese Verdickung auch ertasten.

Für gewöhnlich gleitet die Fingersehne reibungslos und ohne Widerstand wie durch einen Tunnel durch die Sehnenscheide, einige Faktoren führen aber dazu, dass dieser reibungslose Gleitmechanismus verringert oder gar verhindert ist. Beispielsweise kann die Beugesehne verdickt sein und so ein Hindernis bilden oder aber das Sehnengleitgewebe ist derart angeschwollen, dass die Fingersehne nicht mehr reibungslos gleiten kann. Es kommt zum typischen Phänomen des Schnappfingers. Da die Sehne dann nicht mehr richtig gleiten kann, muss dieser verengte Sehnenkanal ruckartig überwunden werden, was bei einigen Patienten zu Schmerzen aber auch zu Bewegungseinschränkungen der betroffenen Finger führen kann.

Die Erkrankung kann generell in jedem Alter auftreten und betrifft weibliche etwas eher als männliche Patienten. Der Erkrankungsgipfel betrifft allerdings eher Menschen in mittlerem Alter, es können aber auch Veränderungen der Sehnenscheide bei Kindern auftreten.

Warum entsteht ein Schnappfinger?

Für gewöhnlich entsteht ein Schnappfinger dann, wenn die Sehnenscheide entzündet ist oder die Fingerbeugesehne selbst verdickt ist. Beide Erkrankungen führen letztendlich dazu, dass der Finger nicht mehr richtig bewegt werden kann und es zu ruckartigen Bewegungen kommt. Die genauen Ursachen für einen Schnappfinger sind bis heute nicht ausführlich geklärt. Man geht allerdings davon aus, dass mechanische Überbelastung beim Sport oder im Alltag einen großen Einfluss auf die Ausbildung einer Tendovaginitis stenosans hat.

Bestimmte Stoffwechselerkrankungen wie der Diabetes Mellitus oder eine Amyloidose (Eiweißverwertungsstörung) können begünstigende Faktoren für einen Schnappfinger darstellen. Darüber Hinaus kann ein Schnappfinger auch aufgrund einer rheumatoiden Erkrankung oder infolge des Karpaltunnelsyndroms auftreten. In einigen Fällen wurde auch eine medikamentöse Ursache beobachtet, speziell bei der Gabe von Aromatasehemmern, die ihre Anwendung zum Beispiel in der Behandlung von Brustkrebs finden.

Was sind die Symptome eines Schnappfingers?

Das typischste Symptom ist wohl die schmerzhafte, ruckartige Schnappbewegung beim Versuch den betroffenen Finger zu strecken, wobei dieser Effekt morgens am deutlichsten erscheint und sich im Laufe des Tages aufgrund verschiedener Lockerungsmechanismen bessert. Wenn die Erkrankung weiter voranschreitet, kann der Finger immer unbeweglicher und schmerzhafter werden. Dies kann sogar so weit gehen, dass der Finger aktiv unmöglich zu bewegen ist und nur passiv mit der Hilfe der anderen Hand bewegt werden kann. Weiterhin kann sich eine Tendovaginitis stenosans auch über ein hörbares und auch tastbares Schnellen der Sehne bei Bewegung des Fingers bemerkbar machen. Auch knötchenartige Verdickungen oberhalb des Fingerknochens können Hinweise auf einen Schnappfinger geben, wobei in diesen Fällen auch andere Erkrankungen wie Rheuma oder Gicht sowie Tumore differentialdiagnostisch ausgeschlossen werden müssen.

Wie stellt der Arzt eine Diagnose?

Aufgrund der typischen Symptome lässt sich ein Schnappfinger relativ einfach diagnostizieren. Hierzu reicht meistens auch die klinische Diagnostik aus. Wie oft und wann die Schmerzen bestehen, können Fragen sein, die der Arzt dem Patienten stellt. Darüber Hinaus bedient sich der versierte Arzt auch seiner Blickdiagnostik und lässt den Patienten verschiedene Bewegungen des Fingers ausführen. Im Anschluss an die klinische Diagnostik tastet der Arzt die betroffenen Finger gründlich ab und zieht auch Seitenvergleiche mit gesunden Fingern.

Um die Diagnose zu sichern und andere Ursachen wie beispielsweise Osteophyten (Knochenauswucherungen) oder Knochensplitter ausschließen zu können, wird der Arzt auch ein Röntgenbild anfertigen. Ist die Diagnose des Schnappfingers gesichert, wird der Arzt auch systemische Ursachen beleuchten, wie zum Beispiel einen bestehenden Diabetes Mellitus. Auch andere Ursachen für einen Schnappfinger wie Karpaltunnelsyndrom, Amyloidose oder rheumatoide Arthritiden wird der Arzt untersuchen.

Schnappfinger OP

Im Normalfall behandelt man einen Schnappfinger operativ. Die Operation an sich ist relativ risikoarm und ein Routineeingriff. Der Chirurg weitet dabei den verengten Sehnenkanal, sodass die Beugesehne besser gleiten kann und die Schnappbewegung minimiert wird während der Bewegungsumfang des Fingers erweitert wird. Im Anfangsstadium oder leichte Formen des Schnappfingers können zunächst auch medikamentös durch bestimmte antiphlogistische Medikamente wie Ibuprofen oder Diclofenac therapiert werden. Manchmal reicht auch tägliche Fingergymnastik aus, um die Symptome zu lindern. In Fällen, in denen die Schmerzen eine große Rolle spielen, kann auch Cortison direkt in den Finger gespritzt werden. Wichtig ist zu wissen, dass die konservativen Therapien stets nur die Symptome lindern, nicht aber die Ursache beseitigen können.

Die Operation wird üblicherweise in lokaler Anästhesie durchgeführt. Hierzu betäubt der Arzt nur die Nerven, die zu den betroffenen Fingern führen. Anschließend öffnet der Chirurg die Stelle des Sehnenkanals, die am größten verengt ist und weitet diesen auf. Nach der Operation sollte der Patient aktive Fingerübungen durchführen, um eine Fingersteifigkeit zu verhindern.

Komplikationen während oder nach der Operation sind relativ günstig und selten. In einigen Fällen kann es dennoch zu Gelenkentzündungen oder Verletzungen von Blutgefäßen oder Nervenfasern kommen. Eine Komplikation, die bei einem unbehandelten Schnappfinger entstehen kann, ist die Ausbildung der sympathischen Reflexdystrophie: Hierbei führt die Verengung des Sehnenkanals zu einem gestörten Blutfluss und einer gestörten Funktion der Nerven, was zu Einschränkungen der Fingerbeweglichkeit führt.

Generell sieht die Prognose bei einem Schnappfinger nach einem operativen Eingriff sehr gut aus und die Schmerzen lassen sich in einigen Fällen mit einer Kortisonbehandlung unter Kontrolle halten.

Um einem Schnappfinger entgegenzuwirken oder ihm vorzubeugen, ist es stets ratsam, aktive Fingerübungen zu betreiben. Die Stärkung der Fingersehnen- und Muskeln leistet auch ihren Beitrag zu einer normalen Fingerbeweglichkeit und beugt dem Schnappfinger wirksam entgegen.

Quellen:

https://www.dg-h.de


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