Sakroplastie

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Informationen zum Bereich Sakroplastie

Was ist eine Sakroplastie?

Die Sakroplastie ist ein Verfahren zur chirurgischen Behandlung eines Bruchs im Bereich des Kreuzbeins, das im Medizinischen auch als Sakrum bezeichnet wird. Es handelt sich dabei um einen minimal-invasiven Eingriff, bei dem über eine kleine Nadel Zement in den Bereich des Bruchs appliziert wird. Dieses verfestigt sich und stabilisiert somit den entsprechenden Bereich. 

Das Kreuzbein schließt sich unterhalb der Lendenwirbelsäule an und besteht aus fünf miteinander verschmolzenen Wirbelkörpern. Es bildet den hinteren Teil des knöchernen Beckenrings. Ein Bruch in diesem Bereich kann entweder durch Krafteinwirkung von außen entstehen, beispielsweise in Folge eines Sturzes, oder auch durch eine Schwäche der Knochensubstanz bedingt sein. 

Wann ist eine Sakroplastie sinnvoll?

Die Sakroplastie kann bei einem Bruch des Kreuzbeins eingesetzt werden, der durch eine Schwäche der knöchernen Substanz bedingt ist. Somit sind sogenannte Insuffizienzfrakturen ein wichtiges Anwendungsgebiet. Diese entstehen häufig bei älteren Personen, die an einer Osteoporose leiden. Bei dieser Erkrankung kommt es zur Schwächung der Knochensubstanz, sodass diese bereits ohne oder bei geringer Krafteinwirkung brechen kann. 

Ein selteneres Anwendungsgebiet der Sakroplastie sind Läsionen im Knochen durch Metastasen, also Absiedlungen einer Krebserkrankung. 

Grundsätzlich kommen operative Verfahren wie die Sakroplastie erst dann zum Einsatz, wenn die konservativen Maßnahmen nicht ausreichend sind. Somit werden häufig zunächst eine Schmerztherapie, rumpfstabilisierende Krankengymnastik oder eine medikamentöse Osteoporosebehandlung eingeleitet. Erbringen diese Maßnahmen keine ausreichende Wirkung, dann kann eine Sakroplastie erwogen werden.  

Ursachen von Sakrumfrakturen

Brüche im Bereich des Kreuzbeins werden häufig durch geringe Krafteinwirkung bei älteren Menschen mit Osteoporose verursacht. Hierbei stellen Stürze einen häufigen Unfallmechanismus dar. Stärkere Krafteinwirkung, beispielsweise im Rahmen eines Unfalls, können ebenfalls Frakturen im Bereich des Beckenrings verursachen, diese sind aber häufig deutlich komplexer und können somit nicht durch eine Sakroplastie behandelt werden. 

Symptome bei einer Sakrumfraktur

Sakrumfrakturen, die ohne stärkere Krafteinwirkung entstehen, fallen in der Regel durch Schmerzen im Bereich des unteren Rückens oder des Beckens auf. Diese verschlimmern sich häufig bei Belastung oder im Sitzen. Zudem wird auch das Berühren oder Betasten der hinteren Beckenregion von den Betroffenen häufig als schmerzhaft empfunden. 

Diagnostik vor einer Sakroplastie

Um eine Sakrumfraktur zu diagnostizieren, wird zunächst eine ausführliche Anamnese erhoben. Hier werden Fragen zu Art und Dauer der Beschwerden sowie zu begleitenden Erkrankungen und Symptomen gestellt. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung mit besonderem Fokus auf den unteren Rücken- und Beckenbereich. 

Besteht der Verdacht auf eine knöcherne Verletzung, dann wird meist eine Röntgenuntersuchung durchgeführt. Hier kann die Verdachtsdiagnose häufig bereits bestätigt werden. Um die Fraktur jedoch genauer beurteilen und auch die umgebenden Strukturen besser einsehen zu können, wird ergänzend oft noch eine CT-Untersuchung veranlasst.

Ablauf der Sakroplastie

Die Sakroplastie kann sowohl in lokaler Betäubung als auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Gerade bei stark vorkrankten Patienten wird häufig eine lokale Betäubung vorgezogen. Das Verfahren findet unter Röntgen- oder CT-Kontrolle statt. 

Durch die Haut werden kleine Hohlnadeln rechts und links des Kreuzbeins eingeführt. Ihre Position kann auf dem Röntgen- oder CT-Bild kontrolliert werden. Dann wird eine kleine Menge Knochenzement in den Bereich der Fraktur injiziert. Dieses spezielle Material härtet innerhalb weniger Minuten aus und stabilisiert somit das Kreuzbein. Die Nadeln werden anschließend wieder entfernt und die Einstichstellen mit kleinen Verbänden abgedeckt. 

Vorteile der minimalinvasiven Therapie

Die Sakroplastie ist ein minimalinvasives Verfahren und bietet damit für die häufig älteren Patienten viele Vorteile. Zum einen kann häufig auf eine Vollnarkose verzichtet werden, wovon vor allem stark vorerkrankte Patienten profitieren. Zudem wird auf größere Hautschnitte verzichtet, wodurch die Wundheilung nach der Operation oft verkürzt wird. Somit müssen die Patienten auch keine längere Bettruhe halten und können frühzeitig wieder mobilisiert werden. Dies erleichtert oft den gesamten Heilungsprozess. 

Risiken und mögliche Komplikationen

Wie jeder operative Eingriff so birgt auch eine Sakroplastie ein gewisses Risiko für Komplikationen. Die wichtigste für das Verfahren spezifische Komplikation ist der Austritt von Zement neben den Bereich der Fraktur. Dies hat zwar häufig keine Auswirkungen, es kann selten jedoch zur Irritation oder Schädigung von Nerven kommen. 

Weitere mögliche Komplikationen einer Sakroplastie sind unter anderem: 

  • Verletzung umliegender Strukturen durch die eingeführten Nadeln
  • Infektionen
  • Blutungen, Nachblutungen
  • Wundheilungsstörungen
  • Thrombosen
  • Frakturen von benachbarten Knochenbereichen 

Prognose und Nachbehandlung

Nach einer Sakroplastie ist in der Regel keine längere Bettruhe notwendig. Häufig können die Patienten noch am Tag der Operation wieder aufstehen. Obwohl stets eine frühe Mobilisation der Patienten angestrebt wird, sollte auf stärkere Belastungen wie das Heben und Tragen in den ersten Wochen verzichtet werden. Im Rahmen einer krankengymnastischen Behandlung können Mobilität und Kraft schrittweise gesteigert werden. Eine komplette Ausheilung wird in der Regel nach sechs bis zwölf Wochen erreicht. 

Die Prognose der Sakroplastie ist in der Regel sehr gut, da sie eine schnelle Schmerzreduktion und frühzeitige Mobilisierung der Patienten erlaubt. Somit sinkt die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen der Bettlägerigkeit wie beispielsweise Thrombosen oder Embolien. 

Welche Ärzte & Kliniken sind Spezialisten für Sakroplastie?

Spezialisiert auf die Durchführung einer Sakroplastie sind Fachärzte für interventionelle Radiologie oder Wirbelsäulenchirurgie. Häufig finden die Eingriffe in spezialisierten Abteilungen oder Zentren für Wirbelsäulenoperationen statt. 

Der Erfolg einer Operation hängt unter anderem von der Fachkompetenz des behandelnden Ärzteteams ab. Als Patient möchte man sich daher auf die Expertise eines Behandlers verlassen können. An dieser Stelle möchten wir Betroffene unterstützen, indem wir einen Kontakt zu spezialisierten und äußerst erfahrenen Fachärzten und Kliniken herstellen. Sie alle wurden von uns sorgfältig überprüft und hinsichtlich ihrer Kompetenz auf dem Gebiet der Sakroplastie ausgewählt. Vereinbaren Sie gerne schnell und unkompliziert einen Termin für ein erstes persönliches Beratungsgespräch. 

Quellen: