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Prof. Dr. med. Ezziddin - Portrait

Prof. Dr. med. Samer Ezziddin

Klinikdirektor

Spezialist für Nuklearmedizin


+49 6841 17 830 28

Nuklearmedizin Homburg/Saarland: Prof. Dr. med. Ezziddin

Behandlungsfokus

  • Molekulare Bildgebung inkl. innovativer Tracer und moderner PET-CT
  • PET/CT-Diagnostik (insbes. PSMA PET-CT, Zirkonium-PET/CT, Somatostatinrezeptor PET-CT)
  • Komplettes konventionelles Nuklearmedizin-Spektrum inkl. SPECT-CT
  • Radiojodtherapie inkl. Augmentationsansätze zur Steigerung der Wirksamkeit
  • Gezielte Radionuklidtherapie fortgeschrittener Tumoren
  • PSMA-Therapie mit Lu177 und Ac225 markierten Liganden
  • Peptidrezeptor-vermittelte Radionuklidtherapie (PRRT) u.a. bei neuroendokrinen Tumoren
  • Ra223 Therapie
  • MIBG Therapie
  • SIRT-Behandlung von Lebermetastasen

Kontakt

Universitätsklinikum des Saarlandes
Klinik für Nuklearmedizin
Kirrberger Straße / Gebäude 50, D-66421 Homburg

T: +49 6841 17 830 28 F: +49 6841 16 246 92

Sprechzeiten:

Montag – Freitag nach Vereinbarung

Universitätsklinikum des Saarlandes - Klinik für Nuklearmedizin - Logo

Medizinisches Angebot

Diagnostisches Leistungsspektrum

 

  • Zahlreiche Spezialambulanzen zur bestmöglichen Patientenbetreuung
  • Schilddrüsenambulanz: Anamnese und körperliche Untersuchung, Ultraschall (Sonographie), Labordiagnostik, Schilddrüsenszintigraphie (Darstellung der lokalen Funktion), Dopplersonographie (Beurteilung des Blutflusses, Feinnadelpunktion (Zytologie), Evaluation von OP, Ablation (RFA) und RJT
  • Szintigraphie: komplettes konventionelles Untersuchungsspektrum
  • PET/CT: FDG-PET/CT, PSMA-PET/CT, Zirkonium-PET/CT, Amyloid-PET/CT, FET-PET/CT (Hirntumoren), Somatostatinrezeptor-PET/CT, Cholin-PET/CT (NSD Adenome)

 

Therapeutisches Leistungsspektrum

 

  • Radiojodtherapie (bei gut- und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen)
  • Gezielte Radionuklidtherapie mit innovativen Substanzen
  • Therapie bei Knochenmetastasen
  • Selektive interne Radiotherapie (Radioembolisation, SIRT, bei Lebertumoren oder Lebermetastasen)
  • Radioimmuntherapie (bei B-Zell-Lymphomen)
  • Peptidrezeptor-vermittelte Radionuklidtherapie (PRRT)
  • PSMA-gerichtete Radionuklidtherapie (PSMA-PRRT, PRLT) inkl. Lutetium- und Actinium-markierten Radioliganden

Weitere Informationen

Profil

Prof. Dr. med. Samer Ezziddin ist Klinikdirektor der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg.

Als größte Einrichtung ihrer Art in Südwestdeutschland versorgt die Klinik für Nuklearmedizin unter der Leitung von Prof. Ezziddin die Patienten des Universitätsklinikums mit dem gesamten Spektrum moderner nuklearmedizinischer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden.

Nuklearmedizin Homburg: Medizin und Forschung auf höchstem Niveau

Die Klinik für Nuklearmedizin hat unter Prof. Ezziddin in den letzten Jahren zahlreiche Auszeichnungen für ihre Tätigkeit auf höchstem medizinischem Standard erhalten. So wurde die hohe Qualität der PET/CT durch die European Association of Nuclear Medicin (EANM) mit der EARL PET/CT akkreditiert.

Prof. Ezziddin und seine Kollegen sind neben ihrer Arbeit mit den Patienten sehr aktiv in der Forschung bei der Erarbeitung neuer Standards und Entwicklung neuer Techniken, vor allem der zielgerichteten Therapieformen.

Unter der Leitung unseres Spezialisten hat sich die Klinik für Nuklearmedizin der Universitätsklinik des Saarlandes zu einer der weltweit führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der molekularen Radiotherapie fortgeschrittener Tumoren und der gezielten Radionuklidbehandlung entwickelt.

Behandlungsspektrum von Prof. Ezziddin

Im Spezialgebiet von Prof. Ezziddin und seinem Team, der Nuklearmedizin, werden Organfunktionen mit Hilfe geringer Mengen radioaktiver Medikamente untersucht und sichtbar gemacht. Damit können Erkrankungen oder Störungen frühzeitig erkannt werden. Je nach Untersuchung wird der leicht radioaktive Stoff in Körperregionen angereichert und bei Stoffwechselvorgängen verarbeitet. Beim Zerfall der Stoffe können die ausgesandten Strahlen („Gamma-Strahlen“) mittels entsprechender Geräte (Gamma-Kamera, PET-Scanner) aufgenommen werden und zu Bildern verrechnet werden. Somit lassen sich beispielsweise Tumormetastasen in Knochen und Organen oder bestimme Tumorerkrankungen sichtbar machen und dank nuklearmedizinischer Behandlungsmethoden auch therapieren.

Nuklearmedizinsche Diagnostik

Szintigraphie inkl. SPECT-CT

Im Rahmen einer Szintigraphie werden organspezifische Radiopharmaka in den Körper eingebracht und nach Verteilung wird deren Zerfall mittels Gammakamera aufgenommen. Dies ermöglicht eine Lokalisation beispielsweise von Entzündungen oder Bereichen höherer Stoffwechselaktivität (z.B. bei Tumoren, Metastasen) im Knochenskelett (Skelettszintigraphie). Aber auch im Bereich der Nieren (Nierenszintigraphie) kann die Ausscheidungsfunktion oder im Bereich des Herzmuskels (Myokardszintigraphie) die Beweglichkeit und Vitalität des Herzmuskels sichtbar und fassbar gemacht werden. Weitere Beispiele sind die Leberfunktions- und Lungenventilations/-perfusionsszintigrafie.

PET/CT

Durch die PET/CT (Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie) wird stoffwechselverändertes Gewebe auf einem dreidimensionalen CT-Bild dargestellt, was eine möglichst genaue Lokalisation der untersuchten Prozesse erlaubt. Bei der Untersuchung der PET/CT werden die vom Gewebe durch Stoffwechselaktivität freigesetzten radioaktiven Stoffe mittels entsprechenden Geräten (Gammakamera) aufgefangen und mit dem dreidimensionalen Schnittbild des Körpers (aus der Computertomographie) gekoppelt dargestellt. Durch entsprechende Umrechnung wird auf der PET/CT Gewebe mit erhöhter oder verringerter Stoffwechselaktivität abgebildet und kann hierdurch exakt lokalisiert werden. Die PET/CT wird vor allem bei der Suche nach Tumoren oder bei der Verlaufsbeurteilung bekannter Krebserkrankungen eingesetzt.

Podcast PSMA PET-CT

Nuklearmedizinische Therapie

Nuklearmedizinische Radiopharmaka können zielgerichtet bei bestimmten gutartigen und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen, bei der Therapie neuroendokriner Tumoren (NET), der Behandlung von Knochenmetastasen des Prostatakarzinoms und bei Lebermetastasen eingesetzt werden. Weitere Therapieoptionen sind die Radioimmuntherapie, die Radiosynoviorthese und PSMA-gerichtete Radionuklidtherapie bei Prostatakrebs.

Radiojodtherapie

Bei Bestehen sogenannter heißer Knoten in der Schilddrüse oder einer Schilddrüsenüberfunktion besteht neben einer Operation die Möglichkeit diese überaktiven Zellen mittels radioaktiven Jods zu zerstören. Diese Therapiemethode ist für den Gesamtorganismus vergleichbar sanft, da Jod lediglich in der Schilddrüse verstoffwechselt wird und damit der radioaktive Stoff gezielt angreifen kann. Der Therapieerfolg der Radiojodtherapie ist mit der operativen Entfernung vergleichbar. Das radioaktive Jod wird über eine Tablette eingenommen und über Darm und Blutkreislauf an die überaktiven Zellen weitergeleitet. Während der Therapie müssen sich die Patientinnen und Patienten in speziellen Stationen aufhalten, da sie für gewisse Zeit radioaktive Strahlung abgeben. Bei Unterschreiten gesetzlich vorgeschriebener Grenzwerte und medizinischer Unbedenklichkeit können die Patientinnen und Patienten wieder nach Hause entlassen werden. In der Regel können die Patienten nach etwa einer Woche die Klinik verlassen.

PSMA-gerichtete Radioligandentherapie (PRLT)

Eine neuere zielgerichtete Therapie bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom ist die PSMA-gerichtete Radionuklidtherapie, auch PSMA-gerichtete Peptidrezeptor-Radionuklidtherapie (PSMA-PRRT) genannt. PSMA (Prostataspezifisches Membranantigen) ist ein Eiweißrezeptor, der auf der Zelloberfläche von Prostatakarzinomzellen sehr reichhaltig vorhanden ist. Dies macht man sich in der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie dieser Tumore zunutze, indem man an einen Stoff, der an PSMA bindet, ein radioaktives Nuklid koppelt, welches entweder detektierbare Strahlen zur Diagnostik oder (therapeutisch) schädigende Strahlen mit kurzer Reichweite (z.B. 177Lutetium) abstrahlt. Bei der PSMA-gerichteten Radionuklidtherapie kann die radioaktive Strahlung (ß-Strahlung) ihre therapeutische Wirkung direkt an den Tumorzellen entfalten und gleichzeitig das umgebende gesunde Gewebe schonen.

Bei der PSMA-PRRT (PRLT) handelt sich um eine neue Behandlungsmethode für Prostatakarzinom-Patienten, bei denen keine befriedigenden Therapiealternativen bestehen.

Die Homburger Arbeitsgruppe um Prof. Ezziddin konnte zeigen, dass es selbst bei Patienten deren Tumorzellen ein unzureichendes Ansprechen auf 177Lu aufweisen, durch eine zusätzliche Gabe des α-Strahlers 225Ac das Tumoransprechen zufriedenstellend gesteigert werden konnte. Mit dem Homburger Ansatz dieser „Tandem“ Therapie konnten sehr gute Remissions-Raten bei geringer Toxizität erreicht werden.

Die Klinik für Nuklearmedizin mit ihrem therapeutischen Schwerpunkt hat sich durch langjährige Erfahrung und innovative Therapieansätze mittlerweile zu einem der weltweit führenden Zentren für molekulare Strahlentherapie entwickelt.

Podcast PSMA Radioligandentherapie

Peptidrezeptor-vermittelte Radionuklidtherapie (PRRT)

Auf dem Gebiet der PRRT zählt Prof. Ezziddin mit seiner langjährigen Erfahrung als internationaler Experte. Er hat als einer der Ersten auf seinem Spezialgebiet diese moderne und hocheffektive Therapie bei der Behandlung neuroendokriner Tumoren angewandt. Neuroendokrine Tumoren (NET, früher Karzinoid) sind seltene Tumoren, die aus hormonbildenden Zellen entstehen und meist selbst Hormone produzieren können. Die Tumoren können sich an verschiedenen Organen im Körper ansiedeln, häufig im Verdauungstrakt, der Lunge oder auch der Schilddrüse. Durch langsames Wachstum entwickeln die Patientinnen und Patienten oft erst spät Symptome, wie Durchfall, Erröten, Schwitzen und weitere. Wenn diese Tumoren nicht operabel sind, besteht die Möglichkeit einer zielgerichteten Therapie mittels sogenannter Peptidrezeptor-vermittelter Radionuklidtherapie (PRRT). Die neuroendokrinen Tumoren bilden ungewöhnlich viele spezielle Rezeptoren (Somatostatinrezeptoren) auf ihrer Oberfläche aus. Diese Besonderheit macht man sich in der Nuklearmedizin zunutze und koppelt Radiopharmaka an Peptide (Eiweiße), die sich mit diesen Rezeptoren verbinden. Damit lässt sich eine zielgerichtete Zerstörung der Tumorzellen erreichen. Die PRRT stellt eine elegante und moderne Technik dar, um neuroendokrine Tumoren lokal und effektiv zu therapieren.

Selektive interne Radiotherapie (SIRT)

Die sogenannte SIRT ist eine moderne und erfolgreiche Behandlungsform von Lebertumoren und Lebermetastasen, die operativ nicht entfernt werden können. Bei dieser Therapie wird ein Gefäßkatheter über die Blutbahn bis zur Leber vorgeschoben und möglichst tumornah werden radioaktive Substanzen, die mit gewebeverträglichen Harz- oder Glaskügelchen gekoppelt sind, in die Gefäße gegeben. Die Kügelchen verstopfen in der Folge die tumorversorgenden Gefäße und das Radiopharmakon gibt zusätzlich bei seinem Zerfall hohe Strahlendosen lokal auf das Tumorgewebe ab und unterstützt die Zerstörung der Tumorzellen. Diese moderne Methode ist sehr komplikationsarm und effektiv zugleich.

Interdisziplinäres Schilddrüsenzentrum

Zur bestmöglichen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen besteht am Universitätsklinikum des Saarlandes ein interdisziplinäres Schilddrüsenzentrum zur Entwicklung fächerübergreifender und individualisierter Diagnose- und Therapieprogramme für die Erkrankten. Diesem Zentrum sind folgende Fachabteilungen angegliedert: Nuklearmedizin, Innere Medizin/Endokrinologie, Allgemeine Chirurgie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Augenheilkunde, Pädiatrie und Strahlentherapie.  

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website der Klinik für Nuklearmedizin.

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Lebenslauf

  • Studium der Humanmedizin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, Staatsexamen 1997
  • Amerikanisches Examen 1998 inkl. Step 3 in Philadelphia/USA; Testbestenquote mit Erreichen einer 99.7% Perzentile
  • Assistenzzeit an der Medizinischer Universitätsklinik Köln in Endokrinologie und Hepatologie
  • Facharztausbildung an der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universitätsklinik Bonn
  • Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin an der Universitätsklinik Bonn: Aufbau der Tumortherapiesektion zum größten deutschen universitären Zentrum während seiner Zeit in Bonn
  • 2008 leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universitätsklinik Bonn
  • Masterstudium „Klinische Medizintechnik“ (MSc) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität Bonn, Masterarbeit zum Thema unterschiedlicher SIRT Mikrosphären und klinischer Ergebnisse
  • Seit 2014 Leitung der Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums des Saarlandes und Direktor der Klinik für Nuklearmedizin
  • W3 Universitätsprofessor mit Berufung auf den Lehrstuhl für Nuklearmedizin der Universität des Saarlandes
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Ärzteteam

  • Dr. med. Fadi Khreish
    Geschäftsführender Oberarzt, Leiter der Therapiestation
  • Dr. med. B. Sc. Florian Rosar
    Funktionsoberarzt
  • Malek Zaito
    Oberarzt
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Forschung & Lehre

  • Bereits 2004 als Vorreiter Durchführung der Peptidrezeptor-vermittelten Radionuklidtherapie (PRRT) mit Lutetium-1777 basierten Ansätzen
  • 2012 Habilitation über Peptidrezeptor-vermittelte Radionuklidtherapie
  • Internationaler Experte für neuroendokrine Tumoren und zielgerichtete Radionuklidtherapie
  • Auszug diverser Ämter und Tätigkeiten im Rahmen der Laufbahn:
    • Mitglied des Therapie-Komitees der Europäischen Fachgesellschaft für Nuklearmedizin (EANM)
    • Mitglied des Therapie- und Leitlinien-Ausschusses der deutschen Fachgesellschaft für Nuklearmedizin (DGN)
    • Mitglied des Steuerungskomitees des CIRSE SIRT-Registers (CIRT), nationales SIRT-Expertengremium
    • Mitverfasser zahlreicher Therapie-Leitlinien
    • Internationaler Referenz-Begutachter für multizentrische PET-CT Studien

Schwerpunkt klinischer Forschung:

  • PET/CT in der Onkologie
  • PET/CT zur Planung von interner und externer Bestrahlung
  • Molekulare Neurobildgebung
  • Dosimetrie neuer Radionuklidtherapien
  • Zielgerichtete molekulare Tumortherapie mit innovativen Radiopharmaka
  • Optimierung und Individualisierung von nuklearmedizinischen Therapieverfahren
  • Entwicklung und klinische Evaluation neuer Radiopharmaka zur Diagnostik und Therapie
  • Entwicklung und Evaluierung neuer Markierungsmethoden für Radiopharmaka
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Standort

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Verkehrsanbindung

Homburg (Saar) Hauptbahnhof3,2 km
Flughafen Zweibrücken18,9 km
Flughafen Saarbrücken28,7 km
Saarbrücken Hauptbahnhof39,0 km

Fachbeiträge

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