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Hypospadie

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Informationen zum Bereich Hypospadie

Was ist eine Hypospadie?

Eine Hypospadie bezeichnet eine angeborene Fehlanlage der Harnröhre bei Menschen mit einem Penis. Hierbei öffnet der Harnleiter nicht wie bei gesunden Menschen an der Spitze der Eichel, sondern an der Unterseite des Penisschaftes. Je nach Ausprägung kann die Öffnung des Harnleiters auch bis zum Hoden verschoben sein. Außerdem geht eine Hypospadie meist mit einer veränderten Peniskrümmung im Rahmen einer Erektion und einer gespaltenen Vorhaut (medizinisch: „Vorhautschürze“) einher. Oftmals sind die ersten erkennbaren Zeichen der Hypospadie bei Neugeborenen die sichtbare Vorhautschürze und ein schwacher Urinstrahl. Bei einem bestehenden Verdacht ist es ratsam, bei den Kindern eine Untersuchung der Chromosomen durchzuführen. Dies kann mögliche zusätzliche genetische Veränderungen aufdecken und ermöglicht eine frühzeitige Anpassung des Behandlungsplans, sofern notwendig.

Wie entsteht eine Harnröhrenfehlbildung?

Eine Harnröhrenfehlbildung wie die Hypospadie entsteht in der Regel bereits während der embryonalen Entwicklung im Mutterleib. Für eine normale Entwicklung der Harnröhre und der umliegenden Geschlechtsteile ist etwa ab der 9. Schwangerschaftswoche eine Verschmelzung der verschiedenen embryonalen Gewebe notwendig. Diese Gewebeanlagen nennen sich Genital- oder Urethralfalten und verwachsen bei einer Hypospadie gar nicht oder nur teilweise miteinander. Eine weitere Form der Harnröhrenfehlbildung ist die Epispadie, bei der die Öffnung der Harnröhre sich oberhalb der zu erwartenden Position befindet.

Wann sollte eine Hypospadie operiert werden?

Eine Hypospadie ist in den meisten Fällen kein medizinischer Notfall und muss nicht direkt nach der Geburt operiert werden. Dennoch ist eine Operation die einzige Behandlungsmethode und wird ab einem Kindesalter von 6 bis 15 Monaten empfohlen, um späteren Komplikationen wie Inkontinenz, Impotenz oder weiteren Einschränkungen des Sexualverhaltens vorzubeugen. Der genaue Zeitpunkt einer Operation wird individuell entschieden und hängt vom Schweregrad der Fehlbildung, sowie dem Entwicklungsstadium des betroffenen Kindes ab. Eine Operation einer Hypospadie ist aber auch zu einem späteren Zeitpunkt im Leben und bis ins Erwachsenenalter noch möglich.

Ablauf der Hypospadie OP

Die genauen Verfahren, die bei der OP angewandt werden, variieren je nach Schweregrad der Hypospadie. Dennoch sind die Ziele bei jeder OP dieselben. Die Harnröhrenöffnung wird im Rahmen des Eingriffs auf die Eichelspitze verlegt und weitere Öffnungen entlang des Schafts werden geschlossen. Außerdem wird die fehlerhafte Peniskrümmung korrigiert. Im Rahmen der optischen Anpassung wird auch die Vorhautschürze korrigiert oder entfernt. In einigen Fällen leiden betroffene Personen außerdem an einer Fehldrehung des Penisschaftes, die bei einem chirurgischen Eingriff ebenfalls behoben wird. Je nach Ausmaß der ausstehenden Korrekturen kann eine Hypospadie mittels einer einzigen Operation oder mehrerer Eingriffe behandelt werden. Eine der häufigsten Komplikationen der OP ist die Fistelbildung. Diese bezeichnet eine unnatürliche Verbindung der Harnblase mit anderen Organen, wie zum Beispiel dem Darm, oder auch eine zusätzliche Öffnung der Harnröhre. Bei Menschen mit einer Hypospadie ist dieser zusätzliche Ausgang meist in der Nähe der ehemaligen Öffnung, die während der OP geschlossen werden sollte. Andere Komplikationen sind zum Beispiel Infektionen, Blutungen und Schwellungen.

Spätfolgen einer Hypospadie

Eine unbehandelte Hypospadie führt fast immer zu optischen Beeinträchtigungen, die sich negativ auf das Selbstbewusstsein der betroffenen Person auswirken können. Des Weiteren kann es, je nach Schwere der Fehlbildung, auch einer Inkontinenz oder einer Impotenz kommen. Oftmals führt die veränderte Peniskrümmung außerdem zu schmerzhaften Erektionen, die das Sexualleben der betroffenen Personen extrem einschränken können.

Welche Ärzte und Kliniken sind Spezialisten für eine Hypospadie OP?

Für eine Hypospadie-OP ist in den meisten Fällen ein Team aus mehreren Fachrichtungen zuständig. Diese Teams setzen sich aus Fachärzten und -ärztinnen für Kinderurologie sowie Kinderchirurgie zusammen. So findet die initiale Aufnahme und stationäre Behandlung in der Kinderurologie – also der Fachrichtung für Erkrankungen der Harnwege und Nieren – statt und die OP selbst wird von Chirurgen durchgeführt. Diese interdisziplinäre Herangehensweise ermöglicht eine individuell angepasste Behandlung, die alle Bedürfnisse und Schwierigkeiten abdeckt.

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