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Definition

Eine erektile Dysfunktion definiert man als eine anhaltende oder immer wieder auftretende Unfähigkeit, einen für den Geschlechtsverkehr genügend erregten Penis zu ...

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Informationen zum Bereich Erektile Dysfunktion

Definition

Eine erektile Dysfunktion definiert man als eine anhaltende oder immer wieder auftretende Unfähigkeit, einen für den Geschlechtsverkehr genügend erregten Penis zu bekommen. Dabei ist der Penis nicht in der Lage in die Vagina einzudringen. Erektionsstörungen können in jedem Alter auftreten. Es haben im Schnitt 50% der 40-70jährigen Männer eine Erektionsstörung, wobei der vollständige Erektionsverlust im Alter zunimmt. Sechs Millionen betroffene Männer in Deutschland zeigen an, dass es sich dabei um ein häufiges Krankheitsbild handelt. 50-80% der Störungen sind organischen Ursprungs, 30% werden auf rein psychogene Störungen zurückgeführt und bei 20% der Männer liegt eine Mischform vor. Die organischen Erektionsstörungen kann man in vaskuläre und nicht vaskuläre Ursachen (Ursache bezogen auf die Gefäße) unterteilen.

Ursache und Diagnose

Psychogene Ursachen betreffen vor allem jüngere Männer. Psychogen bedeutet hier, dass die Psyche hauptsächlich der Grund für die Erektionsstörung ist. Dabei diagnostiziert man psychogene Ursachen durch die Untersuchung des psychosexuellen Verhaltens und Denkens des Patienten und durch Ausschluss von organischen Störungen, die die Körperfunktion betreffen. Bei psychogenen Erektionsstörungen sind nächtliche Schwellungen des Penis und morgendliche Erektionen weiterhin erhalten, was eine Unterscheidung zwischen psychogenen und organischen Ursachen vereinfachen kann.

Organische Ursachen werden einer vaskulären (die Blutgefäße betreffend), neurogenen (die Nerven betreffend), iatrogenen (durch den Arzt verursachten) oder traumatischen Entstehung zugeordnet.

Vaskuläre Ursachen können die Arterien oder die Venen des Mannes betreffen. Der Penis besitzt drei Schwellkörper, die während der Erektion mit Blut gefüllt werden. Sie werden von den tiefen Penisarterien mit Blut versorgt und führen zur Erektion. Die Venenklappen sind dafür zuständig, das Blut in den Schwellkörpern zu halten. Ursachen für eine arteriell bedingte Potenzstörung sind Fettstoffwechselstörungen, Diabetes Mellitus, Hypertonie und Nikotinabusus, weil diese Faktoren dazu führen, dass Gefäßveränderungen entstehen, die mit Durchblutungsstörungen einhergehen. Es zeigt sich hier zumeist eine über Jahre langsam abnehmende Erektionsfähigkeit des Penis.

Bei venösen bzw. den Schwellkörper betreffenden Dysfunktionen lässt sich auch eine langsame Zunahme der Erektionsstörung mit vorzeitigem oder komplettem Erektionsverlust beobachten. Sie sind für 70% der vaskulären Erektionsstörungen verantwortlich. Bei der Störung der Schwellkörper wird deren Muskulatur in Bindegewebe umgebaut und geht langsam zugrunde. Dadurch können sich die Muskeln nicht mehr entspannen um eine Füllung der Schwellkörper zu ermöglichen. Folge ist eine abgeschwächte Schwellung des Penis.

Bei einer anderen Störung, der kavernös-venösen Insuffizienz, sind auch die Muskelzellen der Schwellkörper funktionell gestört. Die für die Schwellung nötige Entspannung der Muskulatur und das Verschlusssystem der Schwellkörper ist hierbei gestört und es kommt zu keiner richtigen Erektion. Andererseits gibt es auch echte venöse Lecks, die mit einem Ausstrom des für die Erektion benötigten Blutes einhergehen. Diese Störung tritt dann auf, wenn die Venen nicht am richtigen Ort im Penis liegen und betrifft meist junge Männer.

Neurogene Ursachen betreffen Nerven, die unter anderem für eine Erektion verantwortlich sind. Zu diesen Ursachen zählen Bandscheibenvorfälle, Multiple Sklerose, operationsbedingte Nervenläsionen nach Operationen im Beckenbereich, Unfälle mit Nervenläsionen, Nervenstörungen durch Alkohol oder Diabetes Mellitus. Hier führen die durch Diabetes Mellitus bedingten Polyneuropathien häufig zu erektilen Dysfunktionen. Besonders bei älteren Männern sollten endokrinologische Erektionsstörungen immer abgeklärt werden. Dabei kann die Erektion durch einen Hypogonadismus (Unterfunktion des Hodens), eine Hypo- oder Hyperthyreose (Schilddrüse) oder ein Prolaktinom (Tumor des Hypophysenvorderlappens) beeinträchtigt werden. Der natürlich sinkende Spiegel an Testosteron ab dem 50. Lebensjahr kann auch eine Ursache der Erektionsstörung sein. Zusätzlich zur erektilen Störung kann es bei einem sinkenden Testosteronspiegel auch zu Libidoverlust, depressiver Verstimmung, Antriebslosigkeit, schneller Ermüdbarkeit, abnehmender Leistungsfähigkeit und Hitzewallungen kommen. Der Testosteronmangel kann nach Ausschluss eines Prostatakarzinoms mit einer Testosteronsubstitution behandelt werden, die aber regelmäßig kontrolliert werden muss.

Symptome

Wie bereits erwähnt ist bei der Erektionsstörung die Dauer und die Stärke der Erektion nicht genügend ausgeprägt, um Geschlechtsverkehr zu haben. Zudem findet keine Ejakulation während des Geschlechtsverkehrs statt. Bei der Masturbation ist dagegen beides möglich. Meist bleibt einer Erregung wegen privaten oder beruflichen Sorgen aus. Zudem kann aufgrund der fehlenden Erektion die Lust beeinträchtigt sein.

Arzt und Diagnose

Wichtig ist die Sexual- und die Medikamentenanamnese, bei der der Patient befragt wird. Zudem ist herauszufinden, ob Alkohol-, Drogen- oder Nikotinabusus betrieben werden. Desweiteren werden die betreffenden Hormone bestimmt, Stoffwechselstörungen ausgeschlossen (Diabetes, Gefäßleiden) und ein neurologischer Status erhoben (Funktion der Nerven). Es wird auch die nächtliche Anschwellung des Penis gemessen (Tumeszenz-Messung), Laborwerte (Testosteron, Blutzucker, FSH, LH, Prolaktin) untersucht und eine Dopplersonograpie (Ultraschall) zur Untersuchung des Penis und der Gefäße durchgeführt.

Behandlung

Grundbausteine der Therapie sind körperliches Training, psychotherapeutische Behandlung, Testosteronsubstitution und eine Behandlung der Funktionsstörung der Nerven (Neuropathie). Zudem kann einer Erektionsstörung durch Medikamente entgegengewirkt werden (Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil).  Eine andere Therapieform ist die Schwellkörperautoinjektionstherapie, bei der Substanzen gespritzt werden, die eine Entstehung der Erektion begünstigen. Desweiteren kann man sogenannte Vakuumpumpen verwenden, um eine Erektion zu begünstigen oder sogar eine Operation durchführen lassen, bei der Schwellkörperimplantate in den Penis eingesetzt werden.

 

Quelle:

Sökeland, Rübben: Taschenlehrbuch Urologie, Thieme-Verlag, 2008


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