Echinokokkose: Hunde- und Fuchsbandwurm beim Menschen

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Ärzteliste Echinokokkose


Informationen zum Bereich Echinokokkose

Was ist eine Echinokokkose?

Eine Echinokokkose ist eine Hunde- oder Fuchsbandwurm-Erkrankung, die durch eine Infektion mit dem Echinokokkus granulosus (dem kleinen Hundebandwurm) bzw. mit dem Echinokokkus multilocularis (dem kleinen Fuchsbandwurm) hervorgerufen wird.

Dabei befallen die Bandwürmer im Larvenstadium den Menschen als Fehlwirt.

Die beiden Infektionen führen jeweils zu einem anderen Krankheitsbild. Eine Echinokokkose, die durch den Hundebandwurm ausgelöst wird, wird als zystische Echinokokkose bezeichnet, während die durch den Fuchsbandwurm verursachte, als alveoläre Echinokokkose bezeichnet wird.

Wie wird der Hunde- oder Fuchsbandwurm übertragen?

Die Eier des Parasiten werden mit dem Kot eines Hundes, Fuchses oder einer Katze ausgeschieden. Sie können durch direkten Kontakt damit, durch Schmierinfektionen über das Fell des Tieres oder durch Umgang mit Erde, in der sich entsprechende Eier befinden, vom Menschen aufgenommen werden. Die Aufnahme in den menschlichen Körper geschieht oral, d.h. es wird durch den Mund aufgenommen, das kann z.B. über kontaminierte Hände passieren.

Eine Übertragung von einem Menschen auf den Nächsten gibt es nicht.

Wie kann man eine Infektion mit einem Fuchsbandwurm erkennen?

Bis sich eine Infektion mit einem Fuchsbandwurm bemerkbar macht, können bis zu 10 -15 Jahre vergehen. Bei einer Erkrankung können unspezifische Beschwerden, wie Fieber, Bauchschmerzen, Müdigkeit und Gewichtsverlust, auftreten. Charakteristische Symptome gibt es jedoch nicht.

Die Infektion mit dem Fuchsbandwurm führt zur Entwicklung von parasitären Herden, weshalb dieses Krankheitsbild auch „alveoläre Echinokokkose“ genannt wird. Das parasitäre Gewebe findet man häufig in der Leber, wo es invasiv in das gesunde Lebergewebe einwächst und es zerstört, ähnlich wie bei einem bösartigen Tumor. Bei stark fortgeschrittener Leberschädigung kann es auch zur Gelbfärbung von Haut und Schleimhaut kommen, was als Ikterus bezeichnet wird.

Was tun bei Verdacht auf Echinokokkose?

Besteht ein Verdacht auf Echinokokkose, da man z.B. Kontakt zu einem infizierten Tier hatte, sollte man sich zuallererst an eine ärztliche Praxis wenden. Dort werden dann Blutuntersuchungen in regelmäßigen Abständen (nach 4 Wochen und 6,12 und 24 Monaten) durchgeführt, um ggf. bei einer Infektion schnell handeln zu können.

Fällt so ein Bluttest positiv aus, wird mithilfe von bildgebenden Maßnahmen, wie CT , MRT oder Ultraschall-Untersuchungen, nach entsprechenden Zysten und Herden gesucht. Um die Diagnose zu sichern, kann eine Gewebeprobe oder Flüssigkeit einer Zyste entnommen und analysiert werden.

Eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm und die damit einhergehende Echinokokkose ist in Deutschland meldepflichtig.

Therapie: Wie wird eine Hunde- oder Fuchsbandwurm Infektion behandelt?

Wie man die Echinokokkose behandelt hängt davon ab, welche Form der Echinokokkose vorliegt, welche Organe befallen sind und wie groß die Zysten bzw. das betroffene Gewebe sind. Darüber hinaus ist auch entscheidend, ob Komplikationen auftreten.

Beim Hundebandwurm gibt es verschiedene Therapieoptionen, die von „Watch-and-Wait“, also Abwarten bei kleinen, inaktiven Zysten, über eine rein medikamentöse Behandlung mit einem Entwurmungsmittel, wie Albendazol, bis hin zu einer operativen Therapie reichen. Bei einer OP können die Zysten im besten Fall vollständig entfernt werden.

Beim Fuchsbandwurm wird unterschieden in „operable“ und „inoperable“ Befunde. Bei den operablen Fällen wird das befallene Gewebe entfernt und zusätzliche eine medikamentöse Therapie mit Entwurmungsmitteln über einen bestimmten Zeitraum durchgeführt. Ist eine chirurgische Entfernung nicht mehr möglich, wird lebenslang die medikamentengestützte Therapie eingesetzt.

Ist der Leberschaden durch die Erkrankung schon zu groß, kann auch eine Lebertransplantation als Option herangezogen werden.

Ist eine Echinokokkose heilbar?

Vor allem die Echinokokkose, die durch den Hundebandwurm ausgelöst wird, hat eine gute Prognose. Sie kann meist mithilfe der medikamentösen Therapie geheilt werden.

Auch die Echinokokkose, die durch den Fuchsbandwurm ausgelöst wird, kann bei frühzeitiger Diagnose und wenn das betroffene Gewebe vollständig entfernt wird, geheilt werden.

Kann der befallene Bereich nicht restlos beseitigt werden, so ist die Erkrankung trotzdem in den meisten Fällen durch die lebenslange Einnahme der entsprechenden Medikamente gut behandelbar.

Unbehandelt jedoch führt die alveoläre Echinokokkose auf lange Sicht zum Tode.

Welche Ärzte und Klinken sind Spezialisten für die Diagnose und Behandlung?

Die Diagnosestellung und Behandlung von Patienten mit Echinokokkose finden bei uns in Deutschland in spezialisierten Zentren statt. Dort kümmern sich Ärzte aus verschiedenen Fachgebieten, vor allem aus der Infektiologie und Inneren Medizin, um die Patienten. Solche Zentren sind z.B. an den Universitätskliniken in Ulm, Heidelberg und Freiburg.

Wer einen Arzt benötigt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik für mich? Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen.

Wir helfen Ihnen einen Experten für Ihre Erkrankung zu finden. Alle gelisteten Ärzte und Kliniken sind von uns auf Ihre herausragende Spezialisierung im Bereich Echinokokkose überprüft worden und erwarten Ihre Anfrage oder Ihren Behandlungswunsch.

Quellen:

  • Echinokokkose Datenbank Deutschland à http://www.fuchsbandwurm.eu/de/
  • RKI-Ratgeber „Echinokokkose“ à https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Echinokokkose.html
  • https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/infektionskrankheiten/zestoden-bandw%C3%BCrmer/echinokokkose


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