Venöse Gefäßmissbildungen oft verharmlost: Prof. Wanke illustriert
Swiss Neuro Radiology Institute (SNRI)
Prof. Dr. med. Isabel Wanke und Prof. Dr. med. Daniel Rüfenacht
Neuroradiologie Zum ProfilArteriovenöse Malformationen (AVM) gehören zu den häufigsten angeborenen Gefäßfehlbildungen. Häufig bleiben sie lange unauffällig und werden erst bemerkt, wenn Beschwerden auftreten. Staut sich das Blut in den fehlgebildeten Venen, kann es zu Schmerzen, Entzündungen oder sogar Thrombosen führen. In manchen Fällen können die Anomalien der Gefäße auch gesundheitlich relevant und gefährlich werden.
In dieser Episode des PRIMO MEDICO Fachärzte-Talks ist Prof. Dr. med. Isabel Wanke, Expertin für Neuroradiologie und Co-Leiterin des Swiss Neuroradiology Institute (SNRI) in Zürich zu Gast. Sie erklärt, was genau es mit arteriovenösen Malformationen auf sich hat, wie sie entstehen, wann sie Probleme verursachen und wie sie behandelt werden können.
Die Schweizer Neuroradiologin illustriert, an welchen Körperstellen die Fehlentwicklungen besonders oft auftreten und wie sie sich im Laufe des Lebens verändern oder verschlechtern können. Wie häufig venöse Malformationen generell Symptome verursachen und ob auch Kinder oder junge Menschen betroffen sind, wird ebenso angesprochen.
Professor Wanke erläutert, welche Beschwerden oder Risiken eine Behandlung erforderlich machen und welche modernen Verfahren heutzutage zur Verfügung stehen. Dabei steht insbesondere die sogenannte Sklerotherapie im Fokus, ein minimalinvasives Verfahren, bei dem die betroffenen Gefäße gezielt verödet werden. Mögliche Risiken und Komplikationen sowie die Erfolgsaussichten der Therapie und die Frage, ob venöse Malformationen vollständig heilbar sind, werden hierbei erwähnt.
Interview mit Moderatorin Viola Gräfenstein

