Kieferbruch, zweithäufigste Fraktur des Menschen, im Visier von Prof. Terheyden
Kieferverletzungen erkennen und behandeln – präzise Diagnostik und moderne Therapie
Ein Kieferbruch – sowohl im Oberkiefer als auch im Unterkiefer – entsteht meist durch starke Gewalteinwirkung auf das Gesicht, etwa bei Fahrrad- und Sportunfällen, Stürzen oder Verkehrsunfällen. Die Folgen reichen von Schmerzen und Schwellungen bis hin zu Problemen beim Kauen, Sprechen und Schließen des Bisses.
In dieser Folge des PRIMO MEDICO Fachärzte-Talks spricht Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Hendrik Terheyden, Chefarzt der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an den Helios Kliniken Kassel, über die Ursachen, Symptome und modernen Behandlungsmöglichkeiten von Kieferbrüchen. Er erklärt, woran Betroffene eine Fraktur erkennen können, warum auch scheinbar harmlose Gesichtsverletzungen fachärztlich abgeklärt werden sollten und welche Rolle moderne bildgebende Verfahren bei der Diagnostik spielen.
Außerdem erfahren Hörerinnen und Hörer, wann eine konservative Behandlung möglich ist und in welchen Fällen eine Operation erforderlich wird. Der Oral- und Implantatchirurg erläutert, wie Kieferbrüche heute meist minimalinvasiv mit Titan-Miniplatten stabilisiert werden, wie lange die Heilung dauert und worauf Betroffene während der Genesung achten sollten. Auch mögliche Spätfolgen unbehandelter Verletzungen sowie Maßnahmen zur Vorbeugung von Gesichts- und Kieferverletzungen werden thematisiert.
Um einen etwa vier Centimeter dicken Röhrenknochen zu zerbrechen, bedarf es viel Kraft. Da Kieferbrüche meist durch starke Gewalteinwirkung entstehen, sind die Betroffenen häufig polytraumatisiert und benötigen stationäre Versorgung. Ein informativer Podcast über die moderne Versorgung von Kieferbrüchen und die Bedeutung einer frühzeitigen spezialisierten Behandlung.
Interview mit Moderatorin Viola Gräfenstein

