Gefäßchirurgie Moers (NRW): Prof. Dr. med. Bruno Geier
Behandlungsfokus
- Offene und interventionelle Behandlung der peripheren AVK
- Offene und endovaskuläre Behandlung von Aneurysmen der thorakalen und abdominellen Aorta sowie der Beckenarterien
- Operation bei symptomatischer oder asymptomatischer Carotisstenose
- Shunt-Chirurgie
- Operation bei Rezidiv-Varikosis
- Rekonstruktive, stammvenenerhaltende Operation bei primärer Varikosis (Valvuloplastie)
- Interventionelle Therapie des Pelvinen Venösen Stauungssyndroms
- Offene und interventionelle Therapie bei Verschlüssen der Beckenvenen
Kontakt
Krankenhaus Bethanien Moers
Klinik für Gefäßchirurgie & Phlebologie
Bethanienstraße 21, D-47441 Moers
T: +49 2841 815 4044 F: +49 2841 200 2693
Sprechzeiten:
Montag bis Donnerstag: 9–16 Uhr
Freitag: 9–14 Uhr
Weitere Informationen
Profil
Prof. Dr. med. Bruno Geier ist Spezialist für Gefäßchirurgie und Chefarzt der als Gefäßzentrums zertifizierten Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie am Krankenhaus Bethanien Moers.
Das erfahrene Team um Prof. Geier ist auf die Diagnose und Therapie verschiedener Gefäß- und Venenerkrankungen spezialisiert, darunter Durchblutungsstörungen, Aussackungen und Krampfadern. Patientinnen und Patienten erhalten eine umfassende, moderne und qualitätsgesicherte Behandlung. Bei zusätzlichen Erkrankungen erfolgt eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Gefäßspezialist für pAVK und arterielle Durchblutungsstörungen
Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) gehört zu den häufigsten Erkrankungen der arteriellen Gefäße. Durch Ablagerungen und Verkalkungen in den Arterien kann die Durchblutung insbesondere der Beine beeinträchtigt werden. Typisch sind Schmerzen beim Gehen, die nach einer kurzen Pause wieder nachlassen. Im fortgeschrittenen Stadium können auch Schmerzen in Ruhe oder Wunden auftreten.
Prof. Dr. med. Bruno Geier behandelt Patienten mit pAVK und anderen arteriellen Durchblutungsstörungen mit einem breiten Spektrum operativer und interventioneller Verfahren. Welche Therapie geeignet ist, hängt unter anderem von der Lage und Ausprägung der Gefäßverengungen sowie vom allgemeinen Gesundheitszustand ab. Zu den möglichen Behandlungen gehören die operative Entfernung von Gefäßablagerungen, Bypassoperationen sowie kathetergestützte Eingriffe wie die Aufdehnung einer verengten Arterie mittels Ballonkatheter. Bei Bedarf kann zusätzlich ein Stent eingesetzt werden.
Bei ausgeprägten Verengungen oder Verschlüssen kann die Durchblutung durch einen Bypass wiederhergestellt werden. Dafür kann je nach Situation die körpereigene Vene oder ein künstliches Gefäß verwendet werden. Eine weitere operative Möglichkeit ist die Thrombendarteriektomie, bei der arteriosklerotische Ablagerungen aus der betroffenen Arterie entfernt werden. Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach Art und Ausmaß des Befundes.
Neben der Wiederherstellung der Durchblutung spielt auch die Kontrolle der Risikofaktoren eine wichtige Rolle. Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Rauchen, erhöhte Blutfettwerte, Übergewicht und Bewegungsmangel können die Entstehung und das Fortschreiten einer Arteriosklerose begünstigen. Eine umfassende gefäßmedizinische Betreuung berücksichtigt daher auch Maßnahmen zur langfristigen Senkung des kardiovaskulären Risikos.
Moderne Therapie bei Aneurysmen der Brust- und Bauchaorta
Ein Aneurysma bezeichnet eine krankhafte Erweiterung einer Arterie. Gefäßchirurgisch besonders relevant sind Aneurysmen der Hauptschlagader. Diese können lange Zeit ohne Beschwerden bleiben. Mit zunehmender Größe steigt jedoch das Risiko einer gefährlichen Ruptur. Prof. Dr. med. Bruno Geier verfügt über Erfahrung in der offenen und endovaskulären Versorgung von Aneurysmen der Brust- und Bauchaorta.
Bei der offenen Operation wird der erweiterte Abschnitt der Aorta durch eine Gefäßprothese ersetzt. Wenn auch die Beckengefäße betroffen sind, kann eine sogenannte Y-Prothese eingesetzt werden. Bei komplexeren Befunden können darüber hinaus spezielle Gefäßrekonstruktionen erforderlich sein.
Abhängig von Lage und Anatomie des Aneurysmas sowie vom Risikoprofil des Patienten kann eine endovaskuläre Behandlung infrage kommen. Dabei wird eine sogenannte Stentprothese über die Leistengefäße in die Aorta eingebracht. Sie stabilisiert die Gefäßwand von innen und kann die Belastung durch eine offene Operation reduzieren. Welche Methode geeignet ist, wird anhand der anatomischen Voraussetzungen und der gesundheitlichen Gesamtsituation entschieden.
Carotis-Operation bei Verengung der Halsschlagader
Eine Verengung der Halsschlagader, medizinisch Carotisstenose genannt, kann den Blutfluss zum Gehirn beeinträchtigen und das Risiko eines Schlaganfalls erhöhen. Ursache ist häufig eine Arteriosklerose, bei der sich Ablagerungen in der Gefäßwand bilden. Eine Carotisstenose kann lange Zeit unbemerkt bleiben, weshalb eine genaue Diagnostik und Einschätzung des individuellen Schlaganfallrisikos entscheidend sind.
Zur Diagnostik werden unter anderem Ultraschalluntersuchungen der Halsschlagadern eingesetzt. Je nach Befund können ergänzend eine MRT- oder CT-Untersuchung beziehungsweise eine angiografische Darstellung erforderlich sein. Vor einer Operation werden außerdem mögliche Begleiterkrankungen und das individuelle Operationsrisiko berücksichtigt.
Bei entsprechender Indikation führt Prof. Dr. med. Bruno Geier operative Eingriffe zur Behandlung einer Carotisstenose durch. Dabei wird die betroffene Arterie freigelegt und geöffnet, um arteriosklerotische Ablagerungen zu entfernen. Anschließend wird sie wieder verschlossen, gegebenenfalls unter Verwendung eines Kunststoffstreifens zur Erweiterung des Gefäßquerschnitts.
Anlage und Behandlung von Dialyse-Shunts
Bei Menschen mit einer schweren Nierenerkrankung kann eine regelmäßige Dialyse notwendig werden. Damit das Blut während der Dialyse in ausreichender Menge entnommen und anschließend wieder in den Körper zurückgeführt werden kann, wird ein geeigneter Gefäßzugang benötigt. Ein Dialyse-Shunt stellt eine operativ angelegte Kurzschlussverbindung zwischen einer Arterie und einer Vene dar.
Neben der Shuntanlage gehört auch die Versorgung später auftretender Komplikationen zur Shuntchirurgie. Verengungen, Verschlüsse oder andere Veränderungen können die Funktion des Zugangs beeinträchtigen und eine gefäßchirurgische Abklärung erforderlich machen.
Die enge Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Fachbereichen ist dabei besonders wichtig. Am Bethanien Moers besteht neben der Gefäßchirurgie auch eine Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten mit Dialyseversorgung. Dadurch können Patienten mit komplexen Gefäß- und Nierenerkrankungen interdisziplinär betreut werden.
Spezialist für Krampfadern, Rezidiv-Varikosis und venenerhaltende Operationen
Krampfadern entstehen, wenn die Venenklappen ihre Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen und das Blut sich in den oberflächlichen Beinvenen staut. Neben sichtbaren erweiterten Venen können Beschwerden wie Schweregefühl, Schmerzen oder Schwellungen auftreten. In ausgeprägten Fällen können chronische Hautveränderungen oder offene Beine entstehen.
Ein besonderer Schwerpunkt von Prof. Dr. med. Bruno Geier liegt auf der operativen Behandlung von Krampfadern, einschließlich Rezidiv-Varikosen und venenerhaltender Operationsverfahren. Bei geeigneten Patienten kann die erkrankte Vene erhalten und mithilfe einer sogenannten extraluminalen Valvuloplastie stabilisiert werden. Dabei wird sie in der Leiste freigelegt und durch eine spezielle Ummantelung daran gehindert, sich übermäßig zu erweitern. Auf diese Weise kann die Funktion der Venenklappen verbessert werden.
Die Spezialisierung der Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie am Bethanien Moers wird durch ihre Zertifizierung als Venen-Kompetenz-Zentrum der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie unterstrichen. Darüber hinaus kommen verschiedene minimalinvasive Techniken bei venösen Erkrankungen zum Einsatz.
Interventionelle Gefäßtherapie bei komplexen Erkrankungen der Beckenvenen
Erkrankungen der Beckenvenen können zu erheblichen Beschwerden führen. Dazu gehört insbesondere das pelvine venöse Stauungssyndrom, bei dem ein gestörter venöser Blutabfluss beziehungsweise ein Rückfluss in den Beckenvenen zu einer venösen Stauung führen kann. Am Bethanien Moers stehen für solche Krankheitsbilder spezialisierte diagnostische und therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung.
Bei Verschlüssen der Beckenvenen können kathetergestützte Techniken zur Wiedereröffnung eingesetzt werden. Dabei wird der betroffene Gefäßabschnitt über einen Katheter erreicht und die Durchgängigkeit der Vene möglichst wiederhergestellt. Abhängig vom Befund können ergänzende Maßnahmen notwendig sein.
Prof. Dr. med. Bruno Geier verbindet bei der Behandlung komplexer venöser Erkrankungen offene Gefäßchirurgie mit modernen kathetergestützten Techniken. Damit steht ein breites Spektrum für die Versorgung von Erkrankungen der Beckenvenen zur Verfügung. Bei fachübergreifenden Krankheitsbildern erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Disziplinen.
Lebenslauf
| seit 10/2011 | Professor mit Lehrauftrag an der Medizinischen Fakultät in Bochum |
| seit 07/2010 | Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie & Phlebologie, Krankenhaus Bethanien Moers |
| 12/2008 | Zerifikat „Endovaskulärer Chirurg“ durch die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie |
| 01/2007 | Zusatzbezeichnung Phlebologie |
| 11/2005 | Habilitation |
| 01/2004 | Leitender Oberarzt, Klinik für Gefäßchirurgie, St. Josef-Hospital, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum unter Direktor Prof. Dr. med. A. Mumme |
| 01/2003 | Oberarzt, Klinik für Gefäßchirurgie, St. Josef-Hospital, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum unter Direktor Prof. Dr. med. A. Mumme |
| 12/2002 | Schwerpunkt Gefäßchirurgie |
| 11/2000 | Weiterbildung im Schwerpunkt Gefäßchirurgie, Abteilung für Gefäßchirurgie, Chirurgische Klinik der Ruhr-Universität, St. Josef-Hospital, Bochum unter Ltd. Arzt PD Dr. med. A. Mumme |
| 11/2000 | Facharzt für Chirurgie |
| 04/1998 | Assistenzarzt, Chirurgische Klinik der Ruhr-Universität, St. Josef-Hospital, Bochum unter Direktor Prof. Dr. med. V. Zumtobel |
| 09/1997–03/1998 | Assistenzarzt, Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf unter Direktor Prof. Dr. med. E. Gams |
| 07/1996–07/1997 | Assistenzarzt, Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Carolinas Medical Center, Charlotte, NC, USA unter Direktor Prof. Dr. med. F. Robicsek |
| 05/1996 | Approbation |
| 04/1995 | Promotion |
| 11/1994–04/1996 | Arzt im Praktikum, Chirurgische Klinik der Ruhr-Universität, St. Josef-Hospital, Bochum unter Direktor Prof. Dr. med. V. Zumtobel |
| 1994 | ECFMG-Zertifikat (Amerikanisches Examen) |
| 1987–1994 | Medizinstudium, Medizinische Fakultät der RWTH Aachen |
Ärzteteam
- Dr. med. Harald Freis
Leitender Oberarzt der Klinik für Gefäßchirurgie & Phlebologie,
Leitung Wundzentrum - Dr. med. Maren Skriegan
Oberärztin der Klinik für Gefäßchirurgie & Phlebologie,
stellv. Leitung Wundzentrum - Alexandra Brach
Oberärztin der Klinik für Gefäßchirurgie & Phlebologie,
Oberärztin der Klinik für Notfallmedizin - Dr. med. Jan Ole Düsterwald
Oberarzt der Klinik für Gefäßchirurgie & Phlebologie - Björn Grunwald
Oberarzt der Klinik für Gefäßchirurgie & Phlebologie
Forschung & Lehre
Mitgliedschaften
- Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie
- Deutsche Gesellschaft für Phlebologie
- Berufsverband Deutscher Chirurgen
- European Society for Vascular Surgery
- European Venous Forum
Verkehrsanbindung
| Bahnhof Moers | 2 km |
| Hauptbahnhof Duisburg | 13 km |
| Flughafen Essen/Mühlheim | 31 km |
| Flughafen Düsseldorf | 36 km |
Stadtinfo Moers
Moers begeistert mit seiner einzigartigen Mischung aus Geschichte, Kultur und Lebensfreude. Die Stadt am Niederrhein vereint charmante Altstadtgassen, grüne Umgebung und eine lebendige Gemeinschaft im Herzen der Metropolregion Rhein-Ruhr. Mit ihrer ausgezeichneten Infrastruktur und Nähe zu renommierten medizinischen Einrichtungen bietet Moers ideale Bedingungen für Gesundheit, Erholung und Alltag.











