Diffuser Haarausfall

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Informationen zum Bereich Diffuser Haarausfall

Was ist diffuser Haarausfall?

Der diffuse Haarausfall, auch diffuses Effluvium genannt, bezeichnet den über die gesamte Kopfhaut gleichmäßig verteilten Verlust von Haaren. Es lassen sich also nicht unbedingt kahle Stellen finden, sondern eher ein lichter werdendes Bild der Kopfbehaarung beobachten. Selten zeigt sich der Haarausfall auch an anderen behaarten Körperregionen.  Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.

Ein gewisser täglicher Haarverlust ist normal und wird nicht als krankhaft angesehen. Eine genaue Grenze, ab der Behandlungsbedarf besteht, ist nicht klar definiert. Ein Haarverlust von täglich etwa 80 bis 100 Haaren wird aber in der Regel noch als normal eingestuft. Ein darüber gesteigerter Haarausfall bedarf jedoch meist einer genaueren Diagnostik und gegebenenfalls auch einer Therapie.

Symptome bei diffusem Haarausfall

Die Symptomatik des diffusen Haarausfalls ist, wie der Name dies bereits andeutet, nicht klar umschrieben und kann teilweise schwierig zu identifizieren sein. Es zeigt sich jedoch meist als Leitsymptom ein gleichmäßiger Haarausfall der gesamten Kopfhaut. In einigen Fällen können bestimmte Abschnitte der Kopfhaut jedoch auch stärker betroffen sein als andere.

Häufig fallen die Haare nicht nur vermehrt aus, sondern werden auch insgesamt dünner, was das äußerliche Erscheinungsbild des Kopfhaares noch lichter wirken lässt.

Betroffene bemerken den Haarausfall häufig durch vermehrte Haare im Kamm oder der Bürste nach der Haarpflege oder auch durch eine Anhäufung von Haaren im Waschbecken oder der Dusche.

Ursachen: Woher kommt diffuser Haarausfall?

Diffuser Haarausfall kann auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein. In vielen Fällen kann auch ein Zusammenkommen mehrerer Faktoren das charakteristische Beschwerdebild hervorrufen.

Hormonelle Störungen

Hormone sind wichtige Botenstoffe in unserem Körper, die die verschiedensten Körpervorgänge regulieren. Unser Hormonhaushalt ist dabei von einem ganz bestimmten Gleichgewicht zwischen den einzelnen Hormonen abhängig, um optimal funktionieren zu können.

Störungen des Hormonhaushaltes sind daher auf ein Ungleichgewicht verschiedener Hormone zurückzuführen. Mögliche Einflussfaktoren erklären dabei, weshalb Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Zu nennen sind hier zum Beispiel die Wechseljahre, zyklusabhängige Hormonschwankungen und Schilddrüsenerkrankungen.

Die Schilddrüse produziert wichtige Hormone, die für Wachstum und Differenzierung unerlässlich sind. Störungen in der Synthese oder Ausschüttung dieser Hormone kann dabei viele Körpervorgänge beeinflussen, unter anderem auch das Haarwachstum.

Vitamin- und Mineralstoffmangel

Sowohl Vitamine als auch Mineralstoffe sind unerlässlich für viele Stoffwechselprozesse unseres Körpers. Ein Mangel kann sich dabei unter anderem in einem vermehrten Haarverlust bemerkbar machen.

Das Wachstum der Haare, der sogenannte Haarzyklus, wird hier durch die fehlenden Stoffe beeinträchtigt, sodass die Haare brüchig werden und vermehrt ausfallen.

Dabei können zum Beispiel die Vitamine K, H, A und B oder Mineralstoffe wie Eisen, Zink oder Kalzium betroffen sein.

Ein Mangel kann durch Faktoren wie eine unausgewogene Ernährung oder bestimmte Stoffwechselstörungen verursacht sein.

Besteht der Verdacht auf einen Mangel bestimmter Vitamine oder Mineralstoffe, sollte dies immer individuell analysiert und eine mögliche Substitution in Betracht gezogen werden. Einige Patienten leiden auch an einer sogenannten Resorptionsstörung, bei der die Stoffe zwar zugeführt, aber nicht in ausreichendem Maße vom Körper aufgenommen werden können. Dies erfordert dann eine tiefergehende Diagnostik.

Medikamenteneinnahme

Bestimmte Medikamente können als Nebenwirkung einen diffusen Haarausfall auslösen. Manchmal führt auch eine bestimmte Kombination verschiedener Medikamente zu diesem Haarverlust.

Die wohl bekanntesten Medikamente mit einem Haarverlust als Nebenwirkung sind wohl die Chemotherapeutika. Aber auch Arzneimittel, die von sehr vielen Menschen eingenommen werden, wie Blutverdünner, Schmerzmittel oder Rheumamedikamente können zu einem vermehrten Haarausfall führen.

Psychische Belastungen

Psychische Belastungen wie Stress oder Depressionen stellen nicht nur eine Einschränkung des psychischen Wohlbefindens dar, sondern manifestieren sich auch in körperlichen Symptomen. Diese Erkrankungen können sich dann unter anderem in einem vermehrten Haarausfall zeigen.

Oft spielt auch die psychische Belastung in Kombination mit einem Ungleichgewicht des Hormonhaushaltes eine entscheidende Rolle.

Weitere, jedoch etwas seltenere Ursachen für diffusen Haarausfall können schwere Infektionserkrankungen, rheumatische Erkrankungen oder Strahlenbelastungen sein.

Wie stellt der Facharzt die Diagnose?

Da sich der Haarausfall bei diesem Beschwerdebild diffus darstellt, kann die Diagnose schwierig werden.

Der Facharzt beginnt die Diagnostik mit einer ausführlichen Anamnese. Bei dieser sind genaue Nachfragen zu möglichen Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahmen, Ernährungsgewohnheiten und gehäuften Erkrankungen in der Familie besonders wichtig.

Daraufhin folgt dann die körperliche Untersuchung, in der vor allem die Inspektion der Kopfhaut und -haare im Vordergrund steht.

Um die Verdachtsdiagnose diffuser Haarausfall zu erhärten, können verschiedene klinische Tests angewandt werden. Ein bekannter Test ist der sogenannte Epilationstest.

Der Arzt greift dabei ein Büschel Kopfhaare im Bereich des Scheitels und zieht einige Male daran, er darf aber nicht an den Haaren reißen. Lösen sich dabei Haare, werden diese anschließend sofort unter dem Mikroskop untersucht.

Der Haarexperte kann dann erkennen, in welcher Wachstumsphase sich die Haare befinden und so Rückschlüsse auf die Form des Haarausfalls ziehen.

Je nach dem, welche Faktoren der Facharzt als Ursache für den Haarausfall in Betracht zieht, folgen dann weitere Tests wie Blutentnahmen oder Gentests.

Ist diffuser Haarausfall heilbar?

Ob ein Haarausfall heilbar ist, hängt dabei ganz von der Ursache ab. Es lässt sich also keine exakte Aussage zur Prognose des Haarausfalls machen.

Kann die ursächliche Erkrankung aber therapiert und geheilt werden, dann bildet sich auch der Haarausfall wieder zurück. In vielen Fällen ist das Haar dann innerhalb von etwa sechs Monaten wieder ganz normal nachgewachsen.

Therapie und Behandlung von diffusem Haarausfall

Die Therapie des diffusen Haarausfalls richtet sich dabei nach der verursachenden Erkrankung.

Hormonelle Störungen bedürfen einer ausführlichen Diagnostik. Je nach Ursache des hormonellen Ungleichgewichtes kommen dann zum Beispiel bestimmte Medikamente als Therapie in Frage.

Auch bei einem Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen sollte eine gründliche Diagnostik erfolgen. Die fehlenden Stoffe können dann zum Beispiel in Tablettenform eingenommen werden.

Bei Vorliegen von psychischen Erkrankungen, die sich in Form von Haarausfall präsentieren, sollte eine Überweisung zu einem Psychologen oder Psychiater erfolgen. Hier kann den Betroffenen mit vielfältigen Therapiekonzepten geholfen werden, die beispielsweise Gesprächstherapie oder eine medikamentöse Therapie beinhalten.

Tritt der Haarausfall als Neben- oder Wechselwirkung einer Medikamenteneinnahme auf, dann sollte die aktuelle Medikamenteneinnahme noch einmal überprüft und, wenn möglich, angepasst werden.

Ist der diffuse Haarausfall sehr stark fortgeschritten oder gestaltet sich die Behandlung der Ursache als sehr schwierig, dann kann auch eine Haartransplantation in Betracht gezogen werden. Hier kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz, die das äußere Erscheinungsbild der Betroffenen verändern und so den bestehenden Leidendruck mindern können.

Welche Ärzte & Kliniken sind Spezialisten für diffusen Haarausfall?

Obwohl der diffuse Haarausfall an sich nicht schmerzhaft ist, so kann der Verlust der Haare besonders im Kopfbereich einen erheblichen Leidensdruck bei den Betroffenen verursachen. Dann sollte in jedem Fall ein Haarspezialist konsultiert werden.

Alle hier vorgestellten Ärzte sind Experten auf dem Gebiet der Haarchirurgie und verfügen über weitreichende Erfahrung in der Behandlung von diffusem Haarausfall. Profitieren Sie von dieser Erfahrung und vereinbaren Sie direkt einen ersten Termin mit einem unserer Experten.

Wer einen Arzt benötigt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik für mich? Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen.

Wir helfen Ihnen einen Experten für Ihre Erkrankung zu finden. Alle gelisteten Ärzte und Kliniken sind von uns auf Ihre herausragende Spezialisierung im Bereich Diffuser Haarausfall überprüft worden und erwarten Ihre Anfrage oder Ihren Behandlungswunsch.

Quellen:

  • Amboss, Nachschlagewerk für Mediziner
  • https://next.amboss.com/de/article/tk0XpT?q=effluvium#Z5344ec08b66d13d5c0b759b523fc984a
  • „Haarerkrankungen in der dermatologischen Praxis“, Raab, Springer-Verlag, 1. Auflage, 2012

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