Endometriose – weit verbreitet, oft unerkannt: Dr. Wojdat zum Frauenleiden

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Endometriose ist eine herausfordernde, chronische Frauenkrankheit, bei der sich Gärmutterzellen außerhalb der Gebärmutterhülle ansammeln, also an anderen Stellen im Bauchraum wie zum Beispiel Bauchfell, Eierstöcke oder Darm. Durch die Verwachsungen entstehen Entzündungen und die Frauen leiden an heftigen Schmerzen und haben Schwierigkeiten, Schwanger zu werden.

In dieser Folge des PRIMO MEDICO Fachärztetalks spricht Dr. med. Richard Wojdat, Spezialist für gynäkologische Onkologie und minimalinvasive gynäkologische Chirurgie sowie Chefarzt der Gynäkologie an den Sana Kliniken des Landkreises Cham, über die Diagnose und Therapiemöglichkeiten der Frauenerkrankung im gebärfähigen Alter.

Zu den typischen Symptomen der Endometriose zählen u. a. starke, krampfartige Regelschmerzen oder chronische Unterleibsschmerzen sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und unerfüllter Kinderwunsch. Die Kombination aus gesellschaftlichen Tabus, Wissenslücken in der Medizin und der Komplexität der Erkrankung selbst führt meist zu einer durchschnittlichen Diagnoseverzögerung von mehreren Jahren. Es ist schwer, die Ursache für diese Beschwerden zu finden, weshalb der Endometriose auch ihr chameleonartiger Charakter zugeschrieben wird.