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Osteotomie

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Informationen zum Bereich Osteotomie

Was ist eine Osteotomie?

Bei Osteotomien werden Knochen operativ gezielt durchsägt und gegebenenfalls Knochenanteile entfernt. Dabei dienen Osteotomien oftmals der Korrektur von Knochenfehlstellungen. Dabei wird der Knochen mit einer Knochensäge gezielt durchtrennt und gegebenenfalls werden Teile des Knochens entfernt. Im Anschluss können die entstandenen Schnittflächen präzise gegeneinander verschoben und mit Schrauben, Platten oder ähnlichem Material fixiert werden (sog. Osteosynthese). Es kommen diverse Methoden zum Einsatz, die entweder keilförmige Schnitte oder eine komplette Durchtrennung des Knochens beinhalten und daduch eine Verschiebung in alle Achsen ermöglichen.

Osteotomie Zahn

Die menschlichen Zähne sind im Unter- sowie Oberkiefer durch ihre Zahnwurzeln in knöchernen Einkerbungen des Kiefers, sogenannten Alveolen, verankert. Osteotomien finden dann Anwendung, wenn Zahnwurzeln, Wurzelreste oder im Kiefer verbliebene Zähne benachbarte Strukturen behindern oder Entzündungsreaktionen begünstigen.

Die wohl bekannteste Osteotomie ist die operative Entfernung von Weisheitszähnen. Um diese im Kiefer versteckten Zähne zu entfernen, müssen die Zahnwurzeln aus den Alveolen herausgeholt werden. Dies kann in manchen Fällen schon durch Lockern des Zahnes erfolgen, jedoch reicht dies oftmals bei fest verankerten Weisheitszähnen nicht aus. Dann wird eine Osteotomie des Kieferknochens nötig, bei der Knochengewebe mittels spezieller Instrumente abgetragen wird, bis sich der Zahn lösen lässt.

Osteotomie Orthopädie

In der Orthopädie werden Osteotomien in sämtlichen Bereichen des Bewegungsapparates eingesetzt, um Fehlstellungen zu korrigieren.

Besonders häufig werden Fehlstellungen des Vorfußes operativ durch Osteotomien behoben. So wird beispielsweise beim Hallux valgus (Fehlstellung der Großzehe) neben einer Vielzahl an operativen Möglichkeiten auch die sogenannte Scarf-Osteotomie angewandt. Dabei erfolgt eine Z-förmige Schnittführung durch den ersten Mittelfußknochen mit anschließender Verschiebung der Knochenflächen, bis die achsgerechte Stellung erreicht ist. Zur Fixierung werden zwei kleine Knochenschrauben eingebracht, die im Knochen verbleiben können, da sie für die meisten Patienten nicht störend sind.

Sogenannte Umstellungsosteotomien sind komplexere Operationen, die meist die Achsstellung der größeren Gelenke in der unteren Extremität, besonders des Kniegelenks, korrigieren. Beispielsweise Patienten mit Genu varum, besser bekannt als O-Beine, leiden meist an Abnutzungserscheinungen des innenseitigen Anteils ihres Kniegelenks. Um das Kniegelenk zu erhalten und die Innenseite zu entlasten, kann bei bestimmten Patienten eine solche Umstellungsosteotomie Abhilfe schaffen. Ein keilförmiger Schnitt am Schienbeinkopf oder Oberschenkelknochen dient der korrigierten Neuausrichtung der gesamten Beinachse. Meist wird die Osteotomie mit Verplattungen und Schrauben fixiert.

Wann wird eine Osteotomie durchgeführt?

In der Orthopädie werden Osteotomien durchgeführt, wenn Patienten an Gelenkfehlstellungen leiden, die durch Veränderung der Knochenstellung korrigiert werden können. Voraussetzung für eine erfolgreiche Versorgung ist neben der operativen Durchführbarkeit auch ein gesundes Gelenk, dass eine solche gelenkerhaltende Maßnahme rechtfertigt.

Zahnmedizinisch werden Osteotomien durchgeführt, um ungünstig liegende oder im Kiefer verbliebene Zähne oder auch Wurzelanteile zu entfernen, um benachbarte Zähne zu schützen oder Entzündungsreaktionen zu verhindern.

Ablauf und Dauer

Die Dauer des Eingriffs ist in der Orthopäde stark vom Umfang des geplanten Eingriffs abhängig. Während kleinere Operationen wie die Scarf-Osteotomie meist weniger als eine Stunde dauern, nehmen komplexere Operationen wie die Umstellungsosteotomie zur Korrektur der Beinachse oder Beckenosteotomien mitunter einige Stunden in Anspruch. Auch beim Ablauf gibt es Unterschiede, so kann bei kleineren Osteotomien eine regionale Anästhesie durch Betäubung der entsprechenden Nerven ausreichen, jedoch werden größere Osteotomien beinahe immer in Vollnarkose durchgeführt. Der Ablauf orthopädischer Eingriffe verfolgt jedoch meist ein ähnliches Grundschema. Nach Desinfektion des Operationsgebietes erfolgt die Abdeckung mit keimfreien Tüchern. Der Hautschnitt kann dem geplanten Eingriff entsprechend größer oder kleiner ausfallen, sowie einfach oder mehrfach gesetzt werden. Im Anschluss werden die Weichteile wie etwa Muskel- oder Fettgewebe präpariert, bis der Knochen freiliegt. Mit einer Knochensäge setzt der Operateur nun den Knochenschnitt, um den Knochen zu durchtrennen. Bei größeren Eingriffen wird oft ein intraoperatives bildgebendes Verfahren (wie Röntgengerät) zur Hilfe genommen, um die erreichte Knochenstellung zu überprüfen. Die Patienten werden dabei durch Schutzmatten von den schädlichen Strahlen abgeschirmt. Ist die gewünschte Stellung erreicht, können diverse Implantate, wie etwa Schrauben, Drähte oder Platten in den Knochen eingebracht werden. Nach Naht der Weichteile wird auch der Hautschnitt geschlossen und die Wunde steril verbunden.

Auch in der Zahnmedizin gibt es unterschiedliche Methoden, deren Ablauf sowie Zeitaufwand von mehreren Faktoren wie etwa der Position des Zahnes im Kiefer abhängt. Grundsätzlich erfolgt nach gründlicher Mundspülung mit einer desinfizierenden Flüssigkeit die lokale Einspritzung des Betäubungsmittels. Je nach Umfang des geplanten Eingriffs oder auch auf Wunsch des Patienten kann eine Sedierung oder Vollnarkose eingeleitet werden. Dann wird das Zahnfleisch eingeschnitten und der entsprechende Kieferanteil freigelegt. Mit speziellen Bohrern oder Fräsen können nun Knochenanteile präzise entfernt werden, sodass die Zahnwurzel zum Vorschein kommt. Ist der Zahn ausreichend mobilisiert, kann er entfernt werden. Nachdem störende Knochenreste des Kiefers geglättet werden, erfolgt die Naht des Zahnfleisches.

Risiken und Heilungsverlauf

Jeder medizinische Eingriff birgt gewisse Risiken, die zwar nie vollständig ausgeschlossen, aber durch präzises und gewissenhaftes Vorgehen durch erfahrenes Personal stark minimiert werden können.

Intraoperativ kann es zu Verletzungen von Nerven, Weichteilgewebe oder Blutgefäßen und damit verbunden Blutungen kommen. Nach der Operation machen sich häufig Schmerzen sowie Schwellungen am betroffenen Gewebe bemerkbar. Zudem besteht ein Risiko von Infektionen, Wundheilungsstörungen, Nachblutungen oder übermäßiger Narbenbildung. Besonders bei Zahnoperationen kann es zu Verletzungen gesunder Zahnhälse und -kronen kommen und bedingt durch die Manipulation des Kiefers kann das Kiefergelenk in Mitleidenschaft gezogen werden. Orthopädische Osteotomien mit anschließender Osteosynthese können eine Lockerung des eingesetzten Materials zur Folge haben. Dadurch schreitet die Heilung langsamer voran, es kommt zur Instabilität und womöglich zu einer erneuten Fehlstellung.

Daher sollten sich die Patienten in den ersten Tagen nach solchen Eingriffen körperlich schonen und den ärztlichen Anordnungen sowie dem Medikations- und Physiotherapieplan befolgen.

Welche Ärzte und Kliniken sind Spezialisten für den Bereich Osteotomie?

Wer einen Arzt benötigt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik für mich? Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen.

Wir helfen Ihnen einen Experten für Ihre Erkrankung zu finden. Alle gelisteten Ärzte und Kliniken sind von uns auf Ihre herausragende Spezialisierung im Bereich Osteotomie überprüft worden und erwarten Ihre Anfrage oder Ihren Behandlungswunsch.

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