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Hirntumor-Operation

Hirntumoren, ob gut oder bösartig sind bei ihrer Entdeckung ein Schock für Betroffene und Angehörige. Die Angst ist groß, zumal die Folgen ohne Behandlung Nervenausfälle, Wesensveränderungen und schließlich bis hin zum Tod führen können. Häufig ist eine Hirntumor Operation die beste Chance auf Heilung oder Verbesserung der Lebensqualität.

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Informationen zum Bereich Hirntumor-Operation

Hirntumoren, ob gut oder bösartig sind bei ihrer Entdeckung ein Schock für Betroffene und Angehörige. Die Angst ist groß, zumal die Folgen ohne Behandlung Nervenausfälle, Wesensveränderungen und schließlich bis hin zum Tod führen können. Häufig ist eine Hirntumor Operation die beste Chance auf Heilung oder Verbesserung der Lebensqualität.

Wann ist eine Hirntumor OP notwendig?

Wann ein Hirntumor durch eine Operation behandelt wird oder werden muss hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu den häufigsten Ursachen, die eine Hirntumor-Operation nötig machen, zählen die bösartigen Tumoren. Dabei treten im Erwachsenenalter am häufigsten Metastasen im Gehirn auf (Metastasen sind Ableger von Tumoren anderer Organe). Am nächst häufigsten sind Gliome und Astrozytome (bei beiden handelt es sich um hirneigenes Gewebe, die sogenannten Stützzellen des Gehirns). Auch bei gutartigen Hirntumore wie Meningeome, kann eine Operation oder Bestrahlung notwendig werden, wenn durch die Ausbreitung des Tumors wichtige Hirnfunktionen gestört werden.

Hirntumor OP oder Bestrahlung?

Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten der Tumortherapie. Dazu zählen Strahlentherapie, Chemotherapie und die Operation. Eine Hirn OP ist in den meisten Fällen die Therapie der Wahl. Die Strahlentherapie wird meistens entweder zusätzlich angewandt oder wenn der Tumor chirurgisch nicht zu erreichen ist, lebenswichtige Hirnbereiche betroffen sind oder der Patient zu alt und krank ist, um eine Gehirnoperation zu überstehen. In diesen Fällen wird meist dennoch eine kleine Operation im Sinne einer Biopsie durchgeführt, um eine Gewebeprobe zu erhalten. Das Gewebe wird untersucht, um die folgende Strahlen- bzw. Chemotherapie auf die genaue Art des Tumors anpassen zu können. Durch die Möglichkeit der stereotaktischen Bestrahlung können heute auch viele Hirntumore erfolgreich bestrahlt werden, ohne das eine Operation notwendig ist. Ob ein Hirntumor bestrahlt oder operiert werden soll, muss speziell auf den Tumor angepasst und vom behandelnden Arzt mit Patient und Angehörigen genau erläutert und besprochen werden. Im Zweifel sollte man sich eine Zweitmeinung einholen.

Ablauf der Hirntumor Operation

Eine Hirntumor-Operation findet für gewöhnlich in Vollnarkose statt. In speziellen Fällen, in denen sich nahe des Tumorgebietes wichtige Hirnbereiche befinden, kann eine Teilnarkose eingeleitet werden oder nach der Eröffnung des Schädelknochens das Bewusstsein des Patienten für einen bestimmten Zeitraum wiedererlangt werden. Hier kann mithilfe von Sprechübungen, Leseübungen, Bilder erkennen und Beschreiben überprüft werden, ob bestimmte Bereiche mit den Instrumenten erreicht werden oder ob keine Gefahr besteht diese Bereiche zu verletzen.

Da die Hirntumor-Operation in einem eng begrenzten Raum, dem menschlichen Schädel stattfindet, der gefüllt ist mit vielen lebenswichtigen Strukturen muss bei der Navigation in diesem Raum äußerste Sorgfalt und Präzision herrschen. Zur Hilfe des Operationsteams wurden daher verschiedene Verfahren entwickelt:

Neuronavigation

Bei der Neuronavigation handelt es sich um ein bildgestütztes Verfahren. Aus den Bilddaten, die vor der Operation gewonnen wurden (CT, MRT, Ultraschall, Gefäßdarstellung (Angiographie)) wird ein dreidimensionales Abbild des Gehirns zusammengesetzt. Innerhalb dieses Abbilds kann sie der Operateur schon vor der Operation gefährliche Bereiche markieren und den besten Zugangsweg erörtern. Zusätzlich kann mithilfe stereotaktischer Überwachung (Berechnung mittels mehrerer Punkte im Raum) während der Operation der genaue Ort des chirurgischen Instruments mit dem dreidimensionalen Computerbild dargestellt werden.

Fluoreszenzgestützte Resektion

Unterstützend kann auch einige Stunden vor der Operation ein bestimmtes Mittel eingenommen werden, welches durch die Blutbahn ins Gehirn gelangt und sich dort in bestimmten Tumoren absetzt. Während der Operation fluoresziert das Medikament dann mittels Blaulicht (die Tumorzellen beginnen zu leuchten).

Neuromonitoring

Das Neuromonitoring ist ein weiteres hilfreiches Verfahren welches Standardmäßig in Operationen nahe wichtige Hirnzentren eingesetzt wird. Hierbei wird durchgehend die Funktionsfähigkeit verschiedener Hirnnerven überprüft (Gesichtsmuskulatur, Zungenmuskulatur, etc.) sowie die sensiblen (Spüren) und motorischen (Bewegen) Bahnen die vom Gehirn ausgehen. Im Falle einer drohenden Schädigung kann innerhalb kürzester Zeit der Ort der Schädigung gefunden und weiterer Schaden verhindert werden.

Zum Ende der Operation gibt es die Möglichkeit noch im Operationssaal das Ergebnis im CT oder MRT zu begutachten und den Erfolg zu überprüfen. Danach geht es auf die neurochirurgische Überwachungsstation, wo nach erneuter CT-Kontrolle nach 1-2 Tagen und gutem Befinden eine Verlegung auf die Normalstation folgen kann.

Prognosen und Heilungschancen nach einer Hirntumor-Operation

Ziel der Operation ist die vollständige Entfernung des Tumors. Leider liegt es in der Natur neuroonkologischer Erkrankungen, dass man nicht in jedem Fall mit einer Heilung rechnen kann. Auf jeden Fall wird aber eine Linderung der Beschwerden und damit ein kostbarer Gewinn von Lebensqualität angestrebt.

Reha nach Hirntumor OP

Bereits während des Krankenhausaufenthaltes im Rahmen der Hirntumor Operation sollte mit den behandelnden Ärzten über Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit einer stationären neuroonkologischen Rehabilitation gesprochen werden. Speziell ausgebildetes Fachpersonal kann in der neurologischen Rehaklinik am besten auf die Folgen der Erkrankung und Operation eingehen. Die Therapie richtet sich nach den Beeinträchtigungen wie Lähmungen, Gleichgewichtsstörungen, Feinmotorikstörungen, Sprachbeeinträchtigungen oder geistige Leistungsbeeinträchtigungen.

Welche Ärzte und Kliniken sind Spezialisten für eine Hirntumor OP?

Wer eine Hirn Operation benötigt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik für eine Hirntumor OP oder beste Neurochirurgie?

Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen. Je mehr Gehirn-Operationen ein Arzt durchführt, desto erfahrener wird er in seinem Spezialgebiet. Somit sind Spezialisten für Gehirnoperationen, Neurochirurgen mit langjähriger Erfahrung in einer neurochirurgischen Klinik.

Bei PRIMO MEDICO finden Sie ausschließlich erfahrene Spezialisten für Neurochirurgie und Neurochirurgen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Derzeit finden Sie bei uns international anerkannte Experten in Köln, Hannover, Göttingen, Bern, Zürich und Salzburg. Eine Liste aller neurochirurgischen Kliniken in Deutschland finden Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie.

Quellen:

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