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Fibromyalgie

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Informationen zum Bereich Fibromyalgie

Was versteht man unter Fibromyalgie?

Bei der Fibromyalgie, auch Fibromyalgie-Syndrom (FMS) genannt, leiden die Betroffenen unter chronischen Schmerzen der Muskeln und Muskelansätze.

Diese Schmerzen sind nicht auf eine bestimmte Körperregion oder Muskelgruppe beschränkt, sondern wandern durch den ganzen Körper.

Außerdem treten die Schmerzen in den meisten Fällen schubweise auf und es können zwischen den Schüben Monate komplett ohne Schmerzen vergehen.

Hinzu kommen meist psychische Symptome, wie Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen oder Depressionen. Speziell die Schlafstörungen führen bei Betroffenen oft zu einer generellen Abgeschlagenheit und Erschöpfung. Außerdem tritt die Fibromyalgie meist zusammen mit anderen systemischen Erkrankungen auf - besonders häufig mit der rheumatoiden Arthritis oder dem Reizdarmsyndrom.

Was ist die Ursache für Fibromyalgie?

Die genaue Ursache für Fibromyalgie wird derzeit noch erforscht. Es gibt verschiedene Erklärungsansätze, allerdings wurde bereits bewiesen, dass die Krankheit erblich bedingt sein kann.

Gab es in der Familie bereits Fälle einer diagnostizierten Fibromyalgie, besteht ein erhöhtes Risiko für Neuerkrankungen.

Wie die Fibromyalgie genau funktioniert ist ebenfalls noch nicht vollständig erforscht. Es scheint sich um eine Kombination einiger Faktoren zu handeln, hierzu gehören zum Beispiel ein insgesamt gestörtes, stark erhöhtes Schmerzempfinden der Betroffenen.

Wie sehr dieses Schmerzempfinden durch eine psychosomatische Komponente verstärkt wird, ist noch nicht geklärt. Außerdem scheint im Rahmen der Erkrankung eine ungerichtete Entzündungsreaktion des Körpers zu den Symptomen beizutragen. Insgesamt tritt die Fibromyalgie häufiger bei Frauen als bei Männern auf, was sich unter anderem auf den Hormonhaushalt der Frau zurückführen lässt.

Typische Symptome: Wie äußert sich Fibromyalgie?

PatientInnen, die unter einer Fibromyalgie leiden, beschreiben als Hauptsymptom meist Schmerzen in den Muskeln und Muskelansätzen. Diese Schmerzen können jede Körperregion betreffen und befallen häufig mehrere Stellen gleichzeitig. Hierbei werden speziell die Übergänge von den Muskeln zu den Sehnen als extrem empfindlich empfunden (medizinisch „Tender Points“).

Außerdem gehen die Schmerzen oft mit dauerhafter Erschöpfung einher. Hinzu kommen häufig Schlafstörungen, die ebenfalls als sehr belastend wahrgenommen werden können. Insgesamt ist diese Krankheit für die Betroffenen psychisch sehr fordernd, weshalb viele PatientInnen im Laufe der Zeit Depressionen oder Angststörungen entwickeln.

Da die Fibromyalgie selten ohne Begleiterkrankungen auftritt, beschreiben die Betroffenen zusätzlich viele verschiedene Symptome. Eine Krankheit, die häufig zusätzlich zu Fibromyalgie besteht, ist das Reizdarm-Syndrom. Hier dominieren die Magen-Darm-Beschwerden neben den Muskelschmerzen der Fibromyalgie. Eine weitere häufige Begleiterkrankung ist die rheumatoide Arthritis, die sich durch Gelenkentzündungen und -schmerzen auszeichnet.

Auch Erkrankungen der Nervenbahnen, wie das Restless-leg-Syndrom treten häufig mit der Fibromyalgie auf. Die große Menge an möglichen Begleitsymptomen der Fibromyalgie ist auch einer der Gründe, warum die Diagnose oftmals erst spät erfolgt.

Diagnose von Fibromyalgie

Die Diagnose der Fibromyalgie erfolgt nach einer ausführlichen klinischen Untersuchung. Da es keine speziellen Labor- oder Untersuchungsparameter gibt, die sich zur Diagnosesicherung der Fibromyalgie eignen, kann sich der Prozess schwierig gestalten. In der Regel erfolgt ein ausführliches Arztgespräch und eine körperliche Untersuchung.

Anschließend wird im Rahmen der Laboruntersuchung nach Auffälligkeiten im Blut der PatientInnen gesucht. Bei der Fibromyalgie sind sowohl die körperliche Untersuchung sowie die Blutwerte unauffällig. Einzig die beschriebenen Schmerzen und eventuelle weitere Symptome sind Anzeichen für die Erkrankung. Ein wichtiger Bestandteil der Untersuchung ist außerdem die Fragestellung nach zusätzlich bestehenden Krankheitsbildern.

Sollte die Fibromyalgie im höheren Alter und ohne offensichtliche Begleiterkrankung auftreten, müssen meist zusätzliche Untersuchungen durchgeführt werden, da sie in diesem Fall ein Hinweis auf eine unentdeckte andere Erkrankung, wie eine Infektion oder einen Tumor sein kann.

Therapie und Behandlung von Fibromyalgie

Die Therapie und Behandlung der Fibromyalgie gestalten sich oft schwierig. Wichtig ist eine ausführliche Aufklärung über die Erkrankung. Hierfür ist ein ausgiebiges Arztgespräch und ein kontinuierlicher Austausch zwischen behandelnden ÄrztInnen und PatientInnen wichtig. Eine medikamentöse Therapie kann hilfreich sein, um spezielle Begleitsymptome, wie Depressionen oder Magen-Darm-Beschwerden zu lindern.

Zur Behandlung der eigentlichen Schmerzen eignen sich Medikamente nur bedingt und vor allem nicht langfristig. Hier ist ein holistischer, also ein ganzheitlicher Therapieansatz ratsam. Dieser beinhaltet in der Regel eine Kombination aus Physio- und Psychotherapie, Selbsthilfegruppen, regelmäßigem Sport und speziellen Entspannungsmethoden. Hilfreich ist auch ein offener Umgang mit der Erkrankung im persönlichen Umfeld, um den Leidensdruck zu lindern.

Verlauf und Prognose bei Fibromyalgie

In den meisten Fällen ist die Fibromyalgie eine chronische, also sehr lang anhaltende Erkrankung. Ziel der Therapie ist also nicht die Heilung, sondern die Linderung der Symptome und eine Verbesserung der Lebensqualität trotz bestehender Fibromyalgie.

Die Krankheit kann unterschiedlich verlaufen, allerdings tritt sie häufig schubweise auf. Das bedeutet, dass es mehrere Monate komplette Schmerzfreiheit bestehen kann, auf die dann ein Krankheitsschub mit Symptomen und Schmerzen folgt. Die genaue Dauer der Schübe ist sehr individuell und hängt außerdem von äußerlichen Faktoren, wie derzeitigem Stress oder zusätzlich bestehenden Erkrankungen ab.

Eine langfristige Behandlung mittels der oben genannten Therapieverfahren kann dabei helfen, die Schübe zu verkürzen und die Schwere der Symptome zu lindern. Außerdem wird so oft auch die Angst vor dem nächsten möglichen Schub geringer.

Welche Ärzte und Kliniken sind Spezialisten für Fibromyalgie?

Der Verdacht auf die Fibromyalgie wird häufig vom behandelnden Hausarzt oder der behandelnden Hausärztin gestellt. Um die Diagnose zu sichern, können Überweisungen zu anderen Fachrichtungen, wie der Endokrinologie, Neurologie oder Rheumatologie notwendig sein.

Je nach Schwere der Erkrankung erfolgt die Behandlung dann zum Beispiel durch speziell ausgebildete SchmerztherapeutInnen, also ÄrztInnen, die eine zusätzliche Weiterbildung zur Schmerztherapie absolviert haben. Hierbei handelt es sich häufig um AllgemeinmedizinerInnen oder RheumatologInnen, aber auch andere FachärztInnen können diese Weiterbildung absolvieren.

Diese Weiterbildung ist für die Therapie jedoch nicht zwingend notwendig. Meist ist es sinnvoll sich vom behandelnden Hausarzt oder der behandelnden Hausärztin bezüglich der gezielten Therapie beraten zu lassen.

Wer einen Arzt benötigt, möchte für sich die beste medizinische Versorgung. Darum fragt sich der Patient, wo finde ich die beste Klinik für mich? Da diese Frage objektiv nicht zu beantworten ist und ein seriöser Arzt nie behaupten würde, dass er der beste Arzt ist, kann man sich nur auf die Erfahrung eines Arztes verlassen.

Wir helfen Ihnen einen Experten für Ihre Erkrankung zu finden. Alle gelisteten Ärzte und Kliniken sind von uns auf Ihre herausragende Spezialisierung im Bereich Fibromyalgie überprüft worden und erwarten Ihre Anfrage oder Ihren Behandlungswunsch.

Quellen

 

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